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Was jeder Gründer über Click-Through-Rates (CTR) wissen sollte

Von Nadine | 13. Mai 2019

Dein Kampagnenziel sind Verkäufe, immerhin ist es das, was du erreichen willst. Deine Zielgruppe, die kennst du in- und auswendig, kein Problem. Ein paar Texte und vielleicht noch ein cooles Bild dazu, auf dem du mit deinem Mitgründer zu sehen bist, als ihr euer Produkt das erste Mal in der Hand gehalten habt … was für Erinnerungen … klick, klick, fertig.

Herzlichen Glückwunsch. Du hast deine erste Werbeanzeige geschaltet. Was nur immer alle haben, von wegen das wäre schwierig. Hat doch keine 5 Minuten gedauert.

Ein paar Tage später fragt dich beim Feierabend-Pils dein Partner, wie die Kampagne denn eigentlich läuft und noch bevor du von dem super-easy Setup schwärmen kannst, fällt dein Blick auf die Übersicht der Smartphone-App, die ganz frech verkündet, dass du trotz 500 Euro Werbeausgaben noch nicht einen Sale verbuchen konntest.

Puh.

Also Laptop auf, Anzeigenmanager an und nachgeschaut. Mist, tatsächlich, ein paar Klicks aber kein Verkauf. Dabei warst du so voller Hoffnung. Aber kein Problem, ein paar Optimierungen hier und da und schon läuft die Kiste rund!

Aber Moment mal.

Was sollst du eigentlich optimieren?

Hast du diese Situation so oder ähnlich schon erlebt? Wenn ja, bist du in guter Gesellschaft, denn fast jeder Gründer erstellt seine ersten Werbeanzeigen auf Facebook, Google, Twitter und Co., bevor er sich mit der Materie auskennt.

Ich nenne das “Gründergeist”. Meine Kollegen nennen das auch gern “Risikobereitschaft”.

Prinzipiell empfehle ich jedem Gründer, sich erst einmal mit den Grundlagen der entsprechenden Werbeplattform auseinanderzusetzen, bevor er die ersten Werbeanzeigen schaltet und Geld in die Hand nimmt.

Wenn du nun aber bereits Werbeanzeigen laufen hast und diese gern optimieren möchtest hilft dir dieser Rat wenig. ?

Aus diesem Grund möchte ich dir die wichtigste Metrik näher bringen, die dir zeigt, ob deine Werbeanzeige, Texte oder Bilder gut verformen oder nicht.

Die Click-Through-Rate

Per Definition ist die Click-Through-Rate oder als Abkürzung “CTR” eine Prozentzahl, die aussagt, wie viele Menschen auf deine Anzeige geklickt haben – im Vergleich zu denen, die deine Anzeige gesehen haben.

Du kannst die Click-Through-Rate nutzen, um anzuzeigen wie gut deine Keywords oder deine Anzeigen performen.

Warum ist die CTR Rate wichtig?

Die CTR Rate ist eine Metrik aus dem Bereich Pay Per Click, die wir sehr oft in unseren Berichten und Analysen verwenden und die jeder Marketer als wichtig erachtet. Aber warum ist das so?

Die Durchklickrate, wie wir sie in Deutschland nennen würden, gibt uns einen Einblick in die Performance unserer Kampagnen, Anzeigengruppen, Segmente und sogar unsere Anzeigentexte. Wie gut es um eine Kampagne bestellt ist, können wir von der CTR Rate ableiten.

Diese kleine Prozentzahl, sei sie 2 %, 5 % oder 20 %, sagt mehr darüber aus, wie gut oder schlecht wir uns gegenüber den Betrachtern positionieren, als alle anderen Metriken zusammen betrachtet, da sie die erste direkte Reaktion des Betrachters misst – den Klick.

Ein Beispiel.

Annika ist CEO eines noch sehr jungen Startups aus der Modebranche. Ihr E-Commerce-Store soll relativ schnell an Sichtbarkeit gewinnen und so setzt Annika neben wöchentlichen Blogartikeln über nachhaltige Mode auch auf Instagram Ads.

Die Auswertung ihrer ersten Kampagne zeigt nun, dass ihre zwei Anzeigen, die sie erstellt hat, in den letzten 7 Tagen 6.080 Mal ausgespielt wurden – das sind ihre Impressionen.

Auf ihre Anzeigen geklickt haben davon genau 456 Personen aus ihrer Zielgruppe.

Die Click-Through-Rate berechnen wir nun, indem wir die 456 Klicks durch die 89.000 Impressionen teilen und dies wiederrum mal 100 rechnen. Im Ergebnis haben wir eine Click-Through-Rate von 7,5 %.

Mit einer CTR von 7,5% können wir davon ausgehen, dass Annika eine gute Arbeit geleistet hat. Immerhin ist das ein guter Ausgangswert.

Im nächsten Schritt kann sich Annika ihre beiden Anzeigen aber noch etwas genauer anschauen, denn immerhin will sie ja etwas optimieren und sich nicht selbst beweihräuchern ;).

Das sind die Metriken der ersten Anzeige:
4.876 Impressionen und 244 Klicks (CTR = 5,0 %)

Und das die Metriken der zweiten Anzeige:
1204 Impressionen und 212 Klicks (CTR = 17,6 %)

Wow. Du siehst, so einfach sieht man den Unterschied zwischen der Performance zweier Anzeigen. Zugegebenermaßen sehen die Zahlen nicht immer so deutlich aus, aber du erkennst, was ich dir zeigen möchte.

In der Praxis würden wir nun versuchen herauszufinden, was die Zielgruppe an der zweiten Anzeige so gut findet und zum klicken anregt und dieses Element erneut verwenden.

Das gleiche Prinzip gilt für jede Werbeplattform, denn die Click-Through-Rate ist eine universelle Metrik, die du sowohl bei Facebook-Ads, bei Google-Ads, bei Twitter, Pinterest und sogar auf SEO anwenden kannst. Immer dann, wenn du einer Kampagne Impressionen und Klicks zuordnen kannst, hast du die Möglichkeit, deine CTR zu berechnen.

Voila, schon hast du einen Vergleichswert, mit dem du arbeiten und deine Performance verbessern kannst.

Wie verbessere ich meine CTR?

Wo du nun weißt, weswegen die CTR eine relevante Kennzahl für deine Kampagnen ist und was sie über die Beschaffenheit deiner Kampagnen aussagt, wie kannst du diese Prozentzahl anheben? Welche sind die Schlüsselelemente, die Betrachter dazu bringen, auf deine Anzeigen zu klicken?

Okay, um diese Frage zu beantworten, müssen wir eine Menge Faktoren heranziehen. Jedes Element einer Anzeige, egal ob organisch oder bezahlt, ist ausschlaggebend für deinen Erfolg.

  • Titel der Anzeige
  • Anzeigentext
  • Bilder in der Anzeige (Abbildung, Gestaltung, Qualität, Größe, …)
  • Call-to-Action (mehr erfahren, hier klicken, weiterlesen, … )
  • Übereinstimmung der Inhalte mit dem Suchbegriff (Google Ads, Pinterest, etc.

Schau dir die einzelnen Bausteine deiner individuellen Anzeige an und teste aus, was funktioniert. Wenn du zwei identische Werbeanzeigen erstellst und nur den Call-to-Action bei einer Anzeige veränderst, hast du einen klassischen A/B Test erstellt.

So findest du heraus, was bei deiner Zielgruppe funktioniert und was nicht. Außerdem wirst du nie wieder vor deiner Kampagne sitzen und nicht wissen, was du ändern oder testen sollst.

Es ist Zeit deine CTR Raten zu verbessern

Das Schlimmste was du tun kannst, ist deine CTR Raten NICHT zu optimieren. Wenn du deine Kampagnen einfach immer weiterlaufen lässt oder einfach nur neue Anzeigen erstellst, ohne vorher zu prüfen, was funktioniert oder nicht, wirst du nie eine Verbesserung feststellen.

Bei Netzapplaus optimieren wir auf einer (werk-)täglichen Basis die Ads-Kampagnen unserer Kunden und legen sehr großen Wert auf Metriken wie die Click-Through-Rate. Immerhin verfolgen wir das gleiche Ziel wie du. Wir wollen so viele Klicks wie möglich, zu so wenig Budget wie nötig.

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