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Was ist eine Konversionsrate? Die Definition für Gründer

Von Nadine | 02. Mai 2019

Nicht anders als traditionelles Marketing ist Online Marketing sehr komplex. Deinen eigenen, individuellen Weg durch diesen Dschungel an Fachbegriffen und unzähligen Möglichkeiten zu finden, kann sehr überfordernd sein.

Mit dem Umsetzen einzelner, erster Maßnahmen, gehst du bereits einen Schritt in die richtige Richtung. Nämlich in Richtung Sichtbarkeit für deine Interessenten.

Aber allein das Umsetzen ist immer noch nur die halbe Miete. Sobald du beginnst Ergebnisse zu optimieren, wie zum Beispiel die Eintragungen in deinen Newsletter, damit die Beziehung zu deinen Bloglesern sich von “Es ist kompliziert” zu “Vergeben” entwickeln kann, dann kommt die Konversionsrate ins Spiel.

 Die Konversionsrate sagt nicht immer aus, dass ein Verkauf stattgefunden haben muss, was Gründer oft im ersten Augenblick annehmen. Sie gibt schlicht und ergreifend Einsicht darüber, dass jemand eine Aktion durchgeführt hat. Egal welche Aktion für dich Sinn ergibt.

Wie lautet die Definition der Konversionsrate?

Die Konversionsrate (engl. Conversionrate) ist im übertragenen Sinne eine “Umwandlungsrate”, die als Messwert im Marketing eingesetzt wird. Mit ihr kann man anhand einer simplen Formel berechnen, wie viele Personen durch eine vorher bestimmte Maßnahme, von einem Status X in einen Status Y gewechselt sind.

Sie wird berechnet, indem die Gesamtzahl der Personen mit dem schlussendlich erreichten Status Y durch die Anzahl der Personen mit dem Ausgangsstatus X geteilt wird.

Beispiele für die Konversionsrate

Websitebesucher, die zu Newsletter-Abonnenten werden
Im Mai haben sich in dein Optin auf der Website 168 neue Interessenten eingetragen. Du hattest im selben Zeitraum 10.299 eindeutige Besucher auf deiner Website.

Berechnung: 168 neue Abonnenten im Mai / 10.299 eindeutige Besucher im Mai = 1,6 % Konversionsrate deines Website-Optins für den Newsletter

Shopbesucher, die ein Produkt in den Warenkorb legen
Im vergangenen Quartal haben genau 3.589 Besucher ein Produkt in ihren Warenkorb gelegt. Eindeutige Websitebesucher hattest du währenddessen 19.541.

Berechnung: 3.589 Warenkörbe im Quartal 1 2019 / 19.541 Besucher im Quartal 1 2019 = 18,36 % Warenkorb-Konversionsrate

Besucher der Kontaktseite, die eine Anfrage absenden
Im vergangenen Jahr haben laut Google Analytics genau 299.240 Personen deine Kontaktseite aufgerufen. Von diesen haben 1.050 Personen eine Kontaktanfrage abgesendet.

Berechnung: 1.050 Kontaktanfragen im Jahr 2018 / 299.240 Besuchern deiner Kontaktseite im Jahr 2018 = 0,35 % Konversionsrate deiner Kontaktseite

 

Warum ist die Konversionsrate (Conversionrate) wichtig?

Mathe war nicht dein Lieblingsfach in der Schule und du fragst dich jetzt, weswegen du so komplizierte Rechnungen anstellen sollst?

Der Grund ist ganz simpel. Ohne die Konversionsrate bist du nicht in der Lage, deine Ergebnisse zu vergleichen. Oder aber du möchtest deine Newsletter-Eintragungen erhöhen, ohne dein Budget für Facebook-Ads anzuheben.

Auf welcher Grundlage sollst du die Eintragungen verbessern, wenn du deinem Status-Quo, dem Ist-Zustand deiner Eintragungen, keinen Wert geben kannst?

Mit der Conversionrate hast du eine Metrik, mit der du diesen Ist-Zustand und die Entwicklungen abbilden kannst.

Aber die Nutzung von Konversionsraten bietet dir noch mehr.

Vorteile der Konversionsrate

Vorteil 1 – Das Erhöhen von Conversionrates ist günstiger, als die Erhöhung von Traffic

Ein großer Fehler, den viele Gründer am Anfang ihrer Karriere machen, ist das Nicht-Beachten von Konversionsraten. Sie denken, umso mehr Menschen ihre Angebote zu Gesicht bekommen, desto mehr Umsatz machen sie auch.

Was sie dabei außer Acht lassen ist der Traffic, den sie bereits haben. Schickst du 1.000 potenzielle Kunden auf eine Website, die nicht für sie optimiert ist, bekommst du 0 Kunden. Drehst du den Traffic-Hahn auf und schickst 10.000 potenzielle Kunden auf dieselbe Website, hast du immer noch 0 Kunden.

Schraubst du aber an deiner Konversionsrate und erhöhst sie von 0 % auf 3 %, steigen auch die Kundenzahlen. Bei 1.000 Besuchern sind das bereits 30 Kunden. Steigerst du bei gleichbleibendem Traffic deine Konversionsrate auf 5 %, hast du bereits 50 Kunden ohne, dass du mehr Geld in Traffic investieren musstest.

Vorteil 2 – Das Tracken der Konversionsrate erlaubt dir Prognosen aufzustellen

Du bekommst du Möglichkeit, gegen eine Gebühr von 2.000 Euro in einem großen Podcast zu sprechen, der eine immense Reichweite in deiner Zielgruppe hat. Der Podcast-Host bietet dir in einem Rundumpaket an, die Episode auch an seine Newsletter-Liste zu versenden.

Er sagt dir, seine Liste enthält 20.000 aktive Leser und er hat eine durchschnittliche Öffnungsrate von 60 %. Du kannst also davon ausgehen, dass 12.000 potenzielle Kunden in der kommenden Woche von deinem revolutionären Produkt erfahren. Von diesen wiederum werden vielleicht 15 % auf den Link in der E-Mail klicken und auf deiner Website landen. Das wären 1.800 neue Besucher.

Wie entscheidest du dich nun, ob du dieses Angebot annehmen willst oder nicht?

Schaust du in deine Glaskugel?

Entscheidest du nach Bauchgefühl?

Nein! Du entscheidest auf Basis deiner Konversionsrate!

Du trackst jeden Monat deine unterschiedlichen Konversionsraten und weißt, dass sich seit einem halben Jahr, 4 % all deiner Websitebesucher in deinen Newsletter eintragen. Du weißt auch, dass sich innerhalb der ersten 30 Tage in deiner Liste, 15 % der Abonnenten dazu entscheiden, dein Produkt zu kaufen.

Du würdest also, nach einer kleinen Milchmädchen-Rechnung, mit diesem Podcast-Auftritt ziemlich sicher 11 neue Kunden innerhalb der ersten vier Wochen gewinnen.
Welchen Wert ein neuer Kunde für dich hat, kurzfristig und langfristig, das ginge an dieser Stelle zu weit. Aber du siehst, anhand der Konversionsrate kannst du sehr gut prognostizieren, wie sich deine Umsätze entwickeln können. Und du kannst fundierte Entscheidungen treffen.

Nehmen wir an, dein Produkt kostet 100 Euro. Dann machst du mit 11 Kunden 1.100 Euro Umsatz. Natürlich lohnt sich die Investition hier nicht. Hat dein Angebot aber einen Wert von 5.000 Euro, sieht die Sache schon anders aus.

Vorteil 3 – Sie liefert Verbesserungsmöglichkeiten

Eine gute Conversionrate kann immer noch weiter verbessert werden, was dir schlussendlich mehr Umsatz bringt. Eine optimierte Konversionsrate hilft dir außerdem dabei, deine Kosten-pro-Akquisition (Cost-per-Akquisition) gering zu halten.

Optimierte Konversionsraten bedeuten mehr Verkäufe, mehr Vertrauen
Deine Website sollte eine Umgebung sein, in der sich deine potenziellen Kunden verstanden fühlen. Ein Ort, an dem sie ihre aktuellen Probleme gelöst bekommen und gute Lösungen präsentiert werden.

Das stellt eine sofortige Verbindung zwischen dir und deinen Besuchern her und befriedigt ihre Bedürfnisse auf eine gute Weise. So weckst du Vertrauen und positionierst dich als Experte in deiner Branche.

Darum lieben wir Conversionrates

Aus den genannten (und noch weiteren) Gründen, lieben wir bei Netzapplaus Konversionsraten. Sie machen dieses schleierhafte Marketinggebilde etwas durchschaubarer, etwas greifbarer. Wir investieren sehr viel Zeit in das Verständnis der menschlichen Psyche, damit wir lernen, weswegen Besucher auf einen Call To Action klicken, was sie antreibt einen Newsletter zu abonnieren.

Dieses Wissen geben wir sehr gern weiter. An unsere Kunden, aber auch an unsere eigenen Newsletter-Abonnenten 🙂

Konntest du aus dem Artikel etwas für dich mitnehmen? Hast du nun ein besseres Verständnis von Konversionsraten oder immer noch große Fragezeichen im Kopf?

Ich möchte es sehr sehr gern wissen!

 

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