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5 SEO-Mythen, die dein Startup ausbremsen [2019]

Von Nadine | 6. Mai 2019

Suchmaschinenoptimierung ist wie ein riesengroßes Puzzle. An manchen Tagen und bei bestimmten Projekten ist es, als wäre mein großer Bruder ins Zimmer gekommen und hätte alle fein säuberlich nach Farben sortierten Puzzleteile in die Luft geschmissen und sich bei dem Anblick meines Gesichtsausdrucks kaputt gelacht.

Der Fakt, dass es viele Möchtegern-Experten auf dem Gebiet der Suchmaschinenoptimierung gibt, die verwirrende Aussagen zu Rankingfaktoren und Strafen treffen, macht die Thematik nicht einfacher.

Weder für uns noch für unsere Kunden.

Sind wir doch die, die unsere Kunden davon überzeugen müssen, dass nicht jedes Linkbuilding strafbar und ein Google My Business Eintrag keine geheime Wunderwaffe für Instant-Rankings ist.

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Heute habe ich ein paar der gängigsten SEO Mythen für dich zusammengefasst und erkläre dir, weswegen du diesen Mythen keine große Beachtung schenken solltest.

So kannst du beim nächsten Gründer-Treffen mit einem Lächeln im Gesicht deinen unwissenden Kollegen zeigen, dass du den Plan hast!

Mythos 1: Nur bekannte, große Blogs erhalten Traffic von Google

Dieser Mythos geistert schon seit Jahren durchs Internet und genauso lang überzeuge ich bereits Gründer vom Gegenteil dieser Behauptung.

Ignoriere diesen SEO Mythos. Bitte!

Natürlich ranken bekannte Websites und Blogs für sehr viele Suchbegriffe und auch in der Regel höher als kleine Blogs. Das kommt daher, dass sie durch eine lange, regelmäßige Zeit des Veröffentlichens bereits eine große Autorität im Internet aufgebaut haben.

Aber – Hand aufs Herz – Soll das bedeuten, du lässt dich von einem oder zwei populären Blogs in deiner Nische, in deinem Markt, gleich “einschüchtern”?

Wäre es wahr, dass ausschließlich alteingesessene und populäre Blogs und Websites den ganzen Traffic abbekommen würden, was hieße das?

Was hätte das für eine Bedeutung für das Internet?

Tatsächlich würden die Suchmaschinen, so wie wir sie heute benutzen, gar keinen Sinn mehr ergeben. Es gäbe keinerlei Gründe mehr für neue Websites und Blogs überhaupt zu versuchen, mit Produkten, Services oder Blogartikeln Besucher zu generieren.

Aber so funktioniert doch eine “Such”-Maschine nicht. Google ist sehr darauf bedacht, seinen Nutzern den Content zu zeigen, der ihrer Meinung nach der relevanteste, passend zu deiner Suchanfrage ist.

Wieso landen manche Blogs trotzdem fast immer mit neuen Artikeln auf Platz #1 bei Google?

Einerseits verfügen große Blogs und Websites mit enorm vielen Inhaltsseiten bereits über sehr viel Autorität in ihrer Nische.
Das bedeutet einfach nur, es haben schon eine Menge Websites auf ihre Artikel verlinkt und sie werden oft von anderen erwähnt. Das wiederum führt dazu, dass auch neue Artikel eine Art “Kickstart” in den Rankings erhalten.

Andererseits fokussieren Autoren großer Websites die richtigen Suchbegriffe.

Wenn du das nächste Mal auf Hubspot etwas liest oder auf Gründer.de stöberst, achte mal darauf, ob bestimmte Phrasen oder Wörter ins texterische Rampenlicht geschoben werden.

Deren Artikel fokussieren außerdem zum Großteil sogenannte “Long Tail Keywords”. Das sind Suchbegriffe, die aus mehr als zwei Begriffen bestehen und damit sehr speziell sind.
Diese Begriffe werden zwar nicht so extrem häufig gesucht, bilden in ihrer Summe aber ein riesen Netzwerk aus relevanten Artikeln, die für Besucher sehr hilfreich sind.
Darum werden sie ja auch in Google gut gefunden.

Also mach es doch auch so! Folge dem Beispiel derer, die wissen wie es funktioniert und fang an zu bloggen. Regelmäßig einmal pro Woche mit dem Fokus auf lange Suchbegriffe – besser noch Sätze, weil wegen der Sprachsuche – und rock’ die Rankings!

Mythos 2: SEO ist ein Spiel, das wir nicht gewinnen können, weil Google ständig die Regeln ändert

Solche Aussagen werden von Marketern im Internet gestreut, die dir gern Facebook Ads oder einen anderen – ultracoolen – Marketinghype verkaufen wollen.

Aber was ist dran an dieser Aussage?

Es stimmt, dass Google häufig seinen Algorithmus, also das Programm, welches bestimmt, dass eine Website relevant für deine Suchanfrage ist oder nicht, ändert.

Sollte dich das aber kümmern? Nein. Das sollte dich ausschließlich dann tangieren, wenn du dein SEO falsch oder gar nicht angehst.

Wenn du deine Website mit Google-konformen Maßnahmen optimiert hast, beeinflussen die Algorithmus-Änderungen dich und die Indexierung deiner Website überhaupt nicht.

Wenn Google nämlich Änderungen ankündigt, hat das nur negative Auswirkungen auf die, die entweder alte Taktiken anwenden oder auf die, die in ihrer Strategie gar nicht auf SEO setzen.

So gibt es beispielsweise Webmaster oder Freelancer, die das Handwerk entweder noch nicht sehr gut verstehen oder eben eine Abkürzung für ihre Arbeit suchen. Die haben dann vielleicht ihre Links nicht selbst und sehr sorgfältig aufgebaut, sondern auf einer indischen Plattform 2.000 Links in einem Rutsch gekauft. Das ist so natürlich nicht im Sinne von Google.

Auch Keyword-Spam-Texte haben eher … einen negativen Beigeschmack.

Solange du sauberes SEO einsetzt, indem du ein paar grundlegenden Regeln folgst, kannst du den Traffic bekommen, den du willst und den du verdienst.

Also, haben wir klargestellt: SEO ist nicht zu kompliziert. Vor allem dann nicht, wenn du mit einem Spezialisten zusammenarbeitest.

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Mythos 3: Keywords sind nicht mehr relevant

Vor vielen, vielen Monden, als Computer noch Röhrenbildschirme hatten und Modems den Zugang zum Internet mit einem nervenden, permanenten Rattern kundtaten, da waren Keywords das Ein und Alles.

Um eine Website auf Platz Nummer 1 für die wettbewerbsstärksten Keywords zu bringen, brauchtest du nur deinen gewünschten Suchbegriff hier und da und vielleicht noch dort zu platzieren.

Damit konntest du Google einen Wink mit dem Zaunpfahl geben. “Hey Google, hier sind wir für “Sonnenschirm” … HIER!”

Heute ist das etwas anders. Vor allem seit Google seine Strategie geändert hat und lieber Menschen als Bots gute Inhalte zeigen will.

Darum gibt es auch heute das taggen von Websites mit Keywords nicht mehr.

Eine Keyworddichte ist nicht mehr ratsam und auch reine SEO Texte sind eh schon lange out.

Aber, Suchmaschinen können nicht arbeiten, wenn sie keine Buchstaben und Zahlen bekommen, anhand derer sie verstehen können, worum es auf deiner Seite geht.

Wie wichtig sind Keywords 2019? SEO Mythos aufgedeckt!

Das einzige was sich tatsächlich in den letzten Jahren geändert hat, ist wo und wie wir Suchbegriffe benutzen.

Anstelle von Keyword-Stuffing setzen wir Suchbegriffe strategisch an ein paar sinnvollen Plätzen im Content ein. Und natürlich schreiben wir ÜBER das Keyword und erstellen Inhalte, die das Thema beinhalten. Schreibst du wirklich einen nützlichen Text, verwendest du auch ganz automatisch Synonyme, artverwandte Wörter oder verschiedene Konstellationen von Wortgruppen.

Auch aktuell befindet sich die Art und Weise wie Suchmaschinen unsere Inhalte priorisieren im Wandel.

Die Art der Keywords verändert sich zum Beispiel weiter von abstrakten Begriffen hin zu speziellen Phrasen.

Anstelle von “rote Schuhe kaufen” suchen wir heute eher nach “Wo bekomme ich rote Schuhe?” oder “OK Google, Wo bekomme ich in München rote Cowboystiefel für meine Hochzeit?”

In der Optimierung gehen wir also viel feinfühliger mit Suchbegriffen um und tasten uns langsam voran, um den Wert der Inhalte nicht zu zerstören.

Suchbegriffe platzieren wir beispielsweise im Titel der Seite. Auch der erste Absatz darf mit dem Keyword beginnen.

Die URL beinhaltet, wenn möglich, den Suchbegriff, die Meta-Beschreibung auch, damit der Suchende in den Ergebnissen eine Übereinstimmung seiner Suche mit deinem Content feststellen kann.

Können wir uns also darauf einigen, dass es ein Mythos ist, dass Suchbegriffe keinen Wert haben?

Mythos 4: Google wird meine neuen Artikel schon von alleine finden

Deine Website ist extrem populär, dein Nachname ist Kardashian und wenn du dein Logo änderst, schreiben 500 Boulevard-Blätter am nächsten Morgen darüber?

Nein?

Dann, sorry, kannst du den SEO Mythos auch vergessen.

Um die Aufmerksamkeit deiner bevorzugten Suchmaschine zu erlangen, musst du dich mehr ins Zeug legen, als einfach eine neue Seite oder einen neuen Artikel zu veröffentlichen.

Besser als darauf zu “hoffen”, dass Google deine Seite entdeckt, kannst du versuchen sie selbst bei Google anzumelden. Das kann helfen.

Auch ein externer Link auf deine neue Seite, der ein Crawler oder Bot folgen kann, bringt dich ein Stückchen näher in die Suchergebnisse. Dafür bietet sich zum Beispiel ein Facebook Post an.

Probier es am besten aus. Nur mit Nichtstun fährst du definitiv nur auf dem Abstellgleis.

Mythos 5: Gastartikel schreiben ist nicht mehr effektiv

Dem stimme ich zu.
Was?

OK. Lass es mich anders ausdrücken.

Wenn du vorhast, mithilfe eines Gastartikels auf einer anderen Website Links abzustauben, die deine Präsenz in den Rankings steigen lässt, dann sind Gastartikel nicht mehr effektiv.

In der Vergangenheit haben unzählige Marketer Linkbuilding Strategien angepriesen, die Gastartikel beinhaltet haben. Für Affiliate-Nischen-Seiten wurden Artikel mit einem Mehrwert gegen 0 produziert und dann entweder als Gastartikel “verkauft” oder “verramscht”.

Logisch, dass das als langfristige, ehrliche Maßnahme keinen Erfolg haben wird, oder?

Bist du aber darauf aus, eine Beziehung mit einem anderen Webmaster einzugehen, weil er dieselbe Zielgruppe hat, wie du – dann sitzen wir auf dem Pferd mit Gewinnpotenzial.

Suche dir einen Blog oder eine Website, die die gleichen Menschen anspricht wie du. Überlege dir eine außergewöhnliche und gute Idee für einen Gastartikel und überzeuge den Webmaster davon, dass ihr zusammenpasst und dass du ein smarter Gründer bist, der seiner Zielgruppe Mehrwert liefern kann.

Mach es richtig und Gastartikel arbeiten weiterhin für dich!

SEO-Mythen Fazit

Im SEO geht es darum, die Grundlagen ordentlich umzusetzen. SEO Mythen dienen großteils nur dazu, dich vom Gegenteil zu überzeugen oder dir Angst zu machen.

Sobald Google bemerkt, dass auf deiner Seite etwas nicht mit rechten Dingen zugeht, wirst du abgestraft werden.

Eine Reise deiner Präsenz ins Nirvana ist für dich als Gründer aber wohl eher weniger cool, also halte dich an die Spielregeln, die prinzipiell immer gelten.

Wie siehst du das? Gibt es aktuell einen SEO-Mythos, dem du erlegen bist? 🙂 

 

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