Als Suchmaschinenoptimiererin verbringe ich einen Großteil meiner Arbeitszeit damit, Webseiten anzuschauen und sie für Besucher und Suchmaschinen zu verbessern. Meine Kunden kommen zwar aus den unterschiedlichsten Branchen, aber es gibt bestimmte Elemente, die alle Webseiten von lokalen Unternehmen erfolgreicher machen.

Ob du ein Freelancer oder der Chef eines Kleinunternehmes mit zehn Angestellten bist, auf die folgenden zehn Dinge solltest du Acht geben, wenn du mit deiner Webseite mehr interessierte Menschen ansprechen und sie auch zu Kunden machen möchtest.

1. Möglichkeiten zum langfristigen Beziehungsaufbau

Wenn du bisher noch nichts davon gehört hast, dass es wichtig ist, sich eine Emailliste voll mit interessierten Abonnenten anzulegen, dann solltest du dich darüber schleunigst informieren.

Deine Unternehmenswebseite sollte über mehrere Call-To-Action-Buttons verfügen, über die sich deine Besucher anmelden können. Ein Call-to-Action-Button fordert deinen Webseitenbesucher dazu auf, eine bestimmte Handlung vorzunehmen. In deinem Fall ist es das Eintragen in deine Emailliste, im Tausch gegen einen wöchentlichen Newsletter oder andere kostenlose Inhalte.

Zwei oder drei dieser Buttons oder Bereiche auf jeder Seite reichen vollkommen aus.

Du kannst sie beispielsweise gut in eine Leiste am oberen Bildschirmrand integrieren, indem du bei WordPress ein Plugin wie SumoMe verwendest.

Oder du kreierst einen großen Headerbereich, der auf jeder Seite gleich ist und deine Leser dazu auffordert sich einzutragen.

Bombardiere deine Besucher auf jeden Fall nicht mit unaufgeforderten Popups! Mir ist bewusst wie verlockend das sein kann, weil man es auf vielen Webseiten immer noch sieht. Und jedes zweite gute Newsletter-Plugin bietet diese Möglichkeit an. Trotzdem solltest du die Finger davon lassen.

Nicht nur, dass es deine Besucher dazu bringt genervt deine Seite zu verlassen, es lässt in 90% der Fälle auch die Nutzererfahrung deiner Seite in den Keller sinken.

2. Originelle Bilder und Fotografien

Wer auch immer dir irgendwann einmal erzählt hat, dass Stockbilder feinen Besuchern einen Mehrwert bieten, vergiss was er gesagt hat.

Hände weg von Allerweltsbildern mit grinsenden Männern und Frauen am Telefon oder Mutter und Kind, die ganz in weiß gekleidet miteinander auf dem Boden tollen. Der durchschnittliche Webseitenbenutzer hat sie alle schon gesehen.

Nutze lieber die Möglichkeit dich und dein Unternehmen von eurer besten Seite zu präsentieren. Ein Foto von eurem Team, echte Bilder von eurer Arbeitsumgebung oder sogar von Kundenprojekte sind viel wertvoller.

Sie geben dem Besucher das Gefühl dich kennen zu lernen. Das schafft Vertrauen und hebt den Prozentsatz an Verkäufen, Eintragungen oder Anfragen enorm.

Wenn du deine Bilder zusätzlich ordentlich beschriftest und einpflegst, kannst du auch über sie in der Google Bildersuche zusätzlich Aufmerksamkeit auf dein Unternehmen ziehen. Dazu habe ich einen separaten Artikel verfasst, wenn du dich näher damit befassen möchtest.

3. Inhalte die für deine Zielgruppe geschrieben sind – nicht für dich

Nichts ist verstörender, als ein Unternehmen, dass auf der eigenen Webseite ausschließlich über sich selbst spricht.

„Wir existieren bereits seit zwanzig Jahren.“

„Unsere Fahrzeugflotte beinhaltet heute mehr als dreißig Autos, außerdem haben wir im vergangenen Jahr Preis A, B, C und X erhalten.“

Niemanden interessiert das.

Wenn ein Besucher deine Webseite betritt, dann will er zwei Dinge wissen.

Erstens: Um was geht es auf der Seite?

Zweitens: Was ist für ihn drin?

Lerne also nicht über dich und dein Unternehmen zu reden, sondern beleuchte die Merkmale deiner Firma aus der Sicht deines potenziellen Kunden. Stell in den Vordergrund, was du für den Kunden tun kannst, welche Vorteile er von einer Zusammenarbeit hat und welche Probleme du für ihn löst!

Beispiel: „Wir existieren bereits seit zwanzig Jahren.“ – „Sie profitieren von unserer zwanzigjährigen Kompetenz im Gartenbau.“

Weiter solltest du darauf achten, dass du auch die Sprache deiner Zielgruppe sprichst.

Wenn du dir dahingehend noch unsicher bist, schau doch in diesem Artikel zum Thema Buyer Persona und Wunschkundenfindung vorbei.

4. Ein Blog oder ein News Bereich

Kaum ein Ratschlag wurde wohl seit der Erfindung des Internets so oft gegeben wie dieser. Starte einen eigenen Blog! Und immer noch ist ein Blog oder eben ein Neuigkeiten-Bereich, die beste Methode um deinen potentiellen Kunden näher zu kommen.

Dabei musst du gar nicht unbedingt nur schreiben.

Möglich wäre auch ein Podcast, regelmäßige Bilderuploads, News zu Kundenprojekten oder ein monatlicher Ratgeber zu deinem Thema.

Und selbst wenn du dich nur hinsetzen solltest und über den Mist schrieben willst, der dir ständig auf der Baustelle passiert. Das ist alles besser als nichts.

Denn wie ich bereits des öfteren angemerkt habe: Menschen kaufen von Menschen, denen sie vertrauen und die sie kennen.

Wie können dich deine Besucher also besser kennen lernen als durch einen Blog, auf dem du zeigst wer du bist, was du tust und was du magst?

Wenn du keine Zeit oder Lust zum bloggen hast, kannst du übrigens auch jemanden engagieren, der das für dich tut.

Hol dir unseren 7-Schritte-Fahrplan + Emailkurs und finde heraus, wie du für dein Startup noch in 2018 stabil wachsende Umsätze erreichst.

5. Content Upgrades

Wie wertvoll eine Liste an Interessenten ist, die du in regelmäßigen Abständen kontaktieren kannst um eine Beziehung zu Ihnen aufzubauen, habe ich nun das ein oder andere Mal erwähnt.

Wie bekommst du einen Webseitenbesucher nun aber dazu, sich in dein Formular einzutragen? Also dir seine Emailadresse da zu lassen?

Eine Möglichkeit sind wirklich atemberaubende Inhalte auf deinem Blog. Wenn du Artikel schreibst, die die Probleme und Wünsche deiner Zielgruppe haargenau erfassen und du ihnen damit so richtig helfen kannst, dann werden sich sicherlich auch ein paar Besucher in deinen Newsletter eintragen, nur um diese Inhalte nicht zu verpassen.

Aber du möchtest bestimmt auch die Besucher dazu ermutigen sich einzutragen, die nicht gleich Feuer und Flamme für alles sind, was du ihnen anbietest. Denn jeder, der auf deiner Webseite gelandet ist, hat ein grundlegendes Interesse an deinem Thema gezeigt und ist somit auch ein potentieller Kunde. Diese Besucher segmentierst du durch deine Inhalte weiter, bis diejenigen übrig bleiben, denen du wirklich helfen kannst.

Um mehr dieser Menschen zu erreichen, kannst du ihnen einen Anreiz bieten sich für deinen Newsletter einzutragen.

Schon vor der Zeit des Internets machten Unternehmen das mithilfe von kostenlosen Proben, Coupons oder Katalogen.

Wenn du früher den kostenlosen Ottokatalog per Telefon bestellt hast, bekamst du fortan regelmäßig per Post Gutscheine oder kleine Heftchen mit Angeboten zugeschickt.

Das selbe System nutzt unser heutiges Emailmarketing.

Du bietest dem Webseitenbesucher etwas für umsonst an, dass er unbedingt haben möchte und das sich sehr nah an deiner Dienstleistung oder deinen kostenpflichtigen Produkten befindet. Nachdem er dir im Tausch dafür seine Emailadresse gegeben hat, kannst du fortan mit ihm per Mail in Kontakt bleiben.

6. Ein stets sichtbarer Call-to-Action

Dieser Punkt hängt stark mit dem ersten auf dieser Liste zusammen. Allerdings musst du nicht nur sicherstellen, dass du überhaupt eine Handlungsaufforderung zum Eintragen in eine Newsletterliste oder dergleichen anbietest.

Du musst auch sicherstellen, dass dieser Button oder der Formularbereich nicht übersehen werden kann.

Wenn ein Besucher auf deine Webseite kommt, sollte er ziemlich schnell erkennen können, was er als nächsten Schritt tun soll. Dich anrufen, seine Daten eintragen für einen Termin oder im Shop etwas kaufen? Oder soll er schlicht seine Email Adresse eintragen, damit du ihm einen hilfreichen Freebie schicken kannst?

Umso deutlicher du kommunizierst, was du von deinem Besucher erwartest, desto höher wird die Conversionrate auf deiner Webseite.

Natürlich variiert die Aufforderung von Seite zu Seite. So erwartest du von einem Besucher deiner Kontaktseite logischerweise etwas anderes, als von einem Besucher deiner Preisübersicht.

Wenn du mehr über die Gestaltung von Call-To-Action-Buttons erfahren möchtest, ich habe einen ganzen Artikel inkl. einem 45-seitigem E-Book zu diesem Thema geschrieben!

7. Eine einnehmende Über Uns Seite

Stelle sicher, dass deine Über Uns Seite dem Leser sofort folgende Fragen beantwortet: 

  • Welches Problem löst du?
  • Was kannst du für den Besucher tun?
  • Wer bist du?
  • Warum sollte es den Besucher kümmern was du zu sagen hast?
  • Was tust du?
  • Wer bist du als Person?

Viele Unternehmen sind verblüfft, wenn ich Ihnen anhand ihrer Statistiken aufzeige, wie viele Besucher ihre Über Uns Seite aufrufen.

Dabei ist es nur nachvollziehbar. Wenn sich ein Besucher grundsätzlich mit deinen Leistungen oder Produkten identifizieren kann oder sie ihm sinnvoll erscheinen, möchte er den nächsten Schritt gehen.

Das bedeutet nicht, dass er nun direkt kauft.

Vielmehr versucht er nun herauszufinden, ob du und dein Unternehmen auch menschlich zu ihm passen. Ist seine Empfindung dir und deinem Team gegenüber positiv, ist er einen Schritt näher an einer Auftragsvergabe.

Aus diesem Grund ist es extrem wichtig, dass du dich und dein Team auf dieser Seite auch zeigst und du wie bereits erwähnt keine Stockbilder benutzt.

Außerdem musst du bereits beim Schreiben der Seite überlegen, welche Menschen du damit erreichen willst. Welche Außenwirkung willst du eigentlich erzielen?

8. Suchmaschinen- und Conversion Optimierung

Meinst du ich bin voreingenommen, weil es mein Job ist Webseiten zu optimieren? Neee.

Fakt ist, dass der größte Teil des Traffics im Internet durch Googlesuchen zustande kommt.

Wer in Google nicht auffindbar ist, der existiert nicht. Sucht jemand in Schwerin nach einem Unternehmensberater und findet dich nicht, dann gibt es dich für ihn nicht. Punkt.

Also überwinde deine Vorurteile und fange an deine Webseite in den Suchergebnissen nach vorn zu bringen.

Und sobald du eine handvoll Besucher auf deiner Webseite hast, beginne damit herauszufinden, wie du die Eintragungsrate in deinen Newsletter, die Verkaufsrate oder die Kontaktrate erhöhen kannst.

9. Mobilfreundliche Webseite

Mit großer Wahrscheinlichkeit hast du sie auch schon gesehen. Die vermeintlich für Smartphones optimierten Webseiten, bei denen der Text einer Überschrift auf deinem iPhone oder Android so riesig ist, dass du erst einmal scrollen musst, bis du weißt worum es hier geht.

Oder die Seiten, die dich bei einem Besuch mit dem Smartphone tatsächlich fragen, ob du die mobile Webseite sehen willst. Geht’s noch?

Eine mobilfreundliche Webseite zu haben bedeutet heute nicht mehr, dass du tatsächlich alle Inhalte deine Seite auch mobil ansehen kannst. Vielmehr geht es heute darum eine Nutzerfahrung anzubieten, die auf allen Geräten überzeugend ist.

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10. Portfolio, Referenzen oder Kundenstimmen

Du kannst seitenweise Texte darüber schreiben, wie gut du bist in deinem Job und wie wertvoll deine Arbeit für die Kunden ist. Aber nichts von dem hat so viel Wert wie eine unabhängige Bewertung.

Nicht ohne Grund boomen Bewertungsportale wie Yelp oder Provenexpert. Auch in Facebook-Gruppen wird regelmäßig gefragt, ob jemand einen Dienstleister, ein Produkt oder ein Tool empfehlen kann. Aufgrund dieser Stimmen werden Käufe getätigt.

Frage dich einmal selbst, würdest du einen Gärtner engagieren, ohne wenigstens Bilder seiner Arbeit gesehen zu haben? Oder einen Designer beauftragen, ohne zu wissen welchen Stil er hat?

Verzichte also nicht auf die Möglichkeit deine Webseitenbesucher mithilfe von Kundenstimmen, Portfolios oder Referenzen von dir zu überzeugen.

Fazit

Das waren jetzt zehn Elemente, die jede erfolgreiche Webseite haben sollte. Natürlich gibt es noch eine Menge mehr, doch wenn du gerade deinen Auftritt überarbeiten solltest, ist das ein guter Einstieg.

Was meinst du, welche Dinge sollten noch auf keinen Fall fehlen?

 

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