Meine Business Ziele für Netzapplaus in 2017

Willkommen bei meinem Business Ziele 2017 – Jahresrückblicke-Post! In Zukunft möchte ich dir hier einen Einblick in mein Blogging- und SEO Business ermöglichen. Starten möchte ich damit, indem ich mit dir meine Ziele und ab Januar auch meine monatlichen Besucherreports teile. Ich finde, dass es sehr inspirierend ist die Fortschritte anderer zu verfolgen und möchte dir zeigen, wie auch du solche Erfolge erzielen kannst. Heute teile ich mit dir, was ich in den letzten Monaten erlebt habe und welche Ziele ich mir für das Jahr 2017 gesetzt habe.

Ein anstrengendes Jahr 2016

Oh mann. Hast du bereits realisiert, dass wir schon fast 2017 haben? Jedes Jahr aufs Neue habe ich das Gefühl, die Zeit fliegt schneller dahin. Mittlerweile sitzen mein Mann und ich öfters nebeneinander und sagen Dinge wie „Erinnerst du dich noch an den und den Sänger? Der war total der Hit als wir so 12 waren, oder?“ „Hm, lebt der noch?“. ?  Aber nicht nur daran merke ich, wie schnell die Zeit vergeht. Auch an meiner Einstellung zum Arbeiten hat sich so viel verändert in den vergangenen Jahren. Es ist gleichzeitig phantastisch und erschreckend, wie sich mein Berufsleben gewandelt hat. Heute vor einem Jahr zum Beispiel war ich mir schon sehr sicher, dass ich mich selbstständig machen möchte. Und das Jahr davor? Habe ich gebetet, dass mich mein Chef nicht rausschmeist, damit ich noch ein wenig länger einen „sicheren“ Job habe.

Ich bin ein wenig traurig, dass 2016 nun vorbei ist. Auch wenn es für viele Menschen eines der schlechtesten überhaupt gewesen ist. Auch für mich und meine Familie hat es negative Ereignisse bereitgehalten. Nicht zuletzt meine Erkrankung im November war eines davon. Doch trotz allem habe ich in diesen zwölf Monaten wichtige Entscheidungen für mich und meine weitere berufliche Laufbahn getroffen.

Meine Business Ziele 2017

 

Wie liefen meine Business Ziele für 2016?

1. Entscheidung für oder gegen einen festen Job

Bis Ende September war ich mit unserer kleinen Tochter noch in Elternzeit, hatte also viiiiel Zeit zum Nachdenken und planen. Eigentlich hatte ich gehofft, dass ich mich bereits gegen Ende dieser zwölf Monate Nur-Mama-Sein, mehr meinem Business widmen könnte. Nun ist unser zauberhaftes Mädchen nicht sehr kooperativ. Sie hat ihren eigenen Zeitplan und ein sehr intensives Nähebedürfnis. Eine Fremdbetreuung, die mir etwas Zeit gibt um mich einen ganzen Tag  meiner Arbeit zu widmen, fällt also ins Wasser.  So arbeiten wir also gemeinsam, im Kinderzimmer mit Tablet, im Büro mit Legosteinen – du glaubst nicht wie erfinderisch ich sein kann. ?

Nachdem ich dann pünktlich nach Ende der Elternzeit meine Kündigung bekommen habe, gab es keine Frage mehr wie es beruflich für mich weiter geht. Nur die Selbstständigkeit gibt mir die Freiheiten und Möglichkeiten, die ich für meine Familie und mich brauche. Aber das hatte ich dir ja schon einmal in diesem Artikel lang breit erklärt.

2. Launch einer Webseite für meinen Blog und SEO Services

Für dieses Ziel brauchte ich tatsächlich länger als gedacht und mehr als einen Versuch. Seit ich nämlich ein Teenager war habe ich mit meinem Perfektionismus zu kämpfen. Bei jeder Aufgabe optimiere ich bis ins unermessliche, damit das Ergebnis meinen Ansprüchen genügt. Was es aber meistens nicht tut. Und selbst wenn, dauert es nur wenige Tage bis ich doch wieder ein Körnchen in der Suppe finde.

Im Sommer habe ich dann durch Zufall auf einem Pinterest Board von um 180 Grad (Pinterest ist übrigens eines meiner absoluten Lieblingstools!) das Zitat „Done is better than perfekt“ gefunden und als persönliches Mantra übernommen. Mit dieser neuen Einstellung im Gepäck habe ich auch meine Webseite gewuppt. Ich habe sie also nicht komplett selbst designt und programmiert, so wie ich es gern getan hätte (böser Perfektionismus! Böser!), sondern ich habe ein tolles WordPress Theme von Elmastudio gekauft und meinen Bedürfnissen angepasst. Natürlich muss hier und da noch einiges getan werden, aber hey, „Done is better than perfect“, richtig?

3. regelmäßig Beiträge schreiben

Diesen Punkt werde ich auf 2017 verschieben müssen, arbeite aber jetzt schon fleißig dran. Eigentlich lief das auch ganz gut in diesem Jahr. Dann wurde ich Anfang November sehr krank und hatte weder die Kraft noch den Elan, zu schreiben oder etwas für mein Business zu tun. Dafür habe ich mich nun dazu entschlossen, besser und mehr zu planen, was ich bereits in die Tat umsetze. Die meisten groben Themenbereiche und teilweise auch ganz spezielle Artikel sind bereits auf meiner Liste und warten darauf für dich umgesetzt zu werden.

Thematisch geht es in 2017 verstärkt in Richtung Suchmaschinenoptimierung. Viele Leser haben sich mehr Anleitungen und Erklärungen zu diesem Thema gewünscht und mal ehrlich, ich bin ja auch SEO und erkläre meinen Kunden diese Dinge jeden wunderbaren Tag. Warum also nicht darüber schreiben? Natürlich gibt es immer noch sehr viele persönliche Beiträge, Einblicke in meinen (und deinen?) Tagesablauf und am Rande auch Posts über Social Media und andere coole Bereiche, die nun mal dazugehören. Mein Fokus bleibt aber auf SEO.

4. Einen ersten Auftrag als selbstständige Suchmaschinen Optimiererin bekommen

Das hab ich sogar verdreifacht! Yeah! Eine liebe neue Kundin haben ich sogar über meinen noch so jungen Blog bekommen und ich hoffe, es werden im neuen Jahr noch mehr, damit ich auch 2017 mein Business Ziel erreiche.

5. 3 Dinge finden, die mich wirklich glücklich machen und in meinen Alltag einbauen

Weist du warum ich mir dieses Ziel überhaupt stecken musste? Nun ja. Ich bin so ein Typ Mensch, der schlecht Dinge einfach nur so zum Vergnügen tun kann. Viele Jahre hatte ich das Gefühl, alles worin ich zeit investiere, müsste auch einen Zweck erfüllen. Ein Hobby, wie ein Instrument spielen oder Nähen oder ähnliches, wäre für mich nie möglich gewesen. Bereits nach wenigen Minuten lege ich solche Dinge nieder und suche mir etwas zielführendes …. wie Arbeiten beispielsweise.

Nun hat mich das aber nicht sehr weit gebracht. Schon als ich mit unserem Babymädchen schwanger wurde, bekam ich einen ersten gesundheitlichen Dämpfer, der mir vor Augen führte, dass ich mehr für mich tun muss. Der Stress, den ich eh schon emotional und körperlich jeden Tag erlebe, hat mich krank gemacht. Deswegen beschloss ich bereits Ende 2015, dass ich etwas finden muss, mit dem ich einfach Zeit „verschwenden“ könnte. Wo ich nicht produktiv sein muss, mich aber entspannen kann.

Zum einen haben mein Mann und ich in diesem Jahr Serien und YouTube für uns entdeckt. Was soll ich sagen, auch ich bin nun „Game of Thrones“ verrückt und fachsimpel über „The Walking Dead“ ?. Das tut mir wirklich gut und ich bin stolz darauf, während dessen nicht am Smartphone nach neuen Aufträgen zu suchen.

Mein zweites „Für Mich“ wurde mir von meinem Mann nahezu aufgedrängt. Als mein Gesundheitszustand Ende diesen Jahres immer schlechter wurde und ich unvernünftigerweise die Schlafenszeit meiner Tochter weiter ausschließlich zum Geld verdienen nutzte, kaufte er mir ein Computerspiel, das ich vor etlichen Jahren schon einmal spielte, und zwang mich zum spielen. ? Was soll ich sagen? Der zarte Drang hat mich abgelenkt und es tut mir gut!

Meine Business Ziele für das Jahr 2017:

1. Veröffentlichung eines kostenlosen Online Kurses

Hieran arbeite ich auch schon ?. Viele haben sich gewünscht, dass ich einmal umfassendes Tutorial für Anfänger erstelle. Ich habe also viel recherchiert, Ideen gewälzt, Emails ausgewertet und überlegt, was all meinen Lesern gleich viel wertvolle Informationen bieten kann. Wenn du neugierig bist, kannst du dich auf der Anmeldeseite für den Kurs schon einlesen worum es geht und auch registrieren wenn du Lust hast.

SEO Strategie Online Kurs

2. mindestens 6 Gastbeiträge schreiben und 6 Gastbeiträge auf meinem Blog veröffentlichen

Selbsterklärend oder? 😉

3. Mit meinen Dienstleistungen finanziell unabhängig werden (monatliches Bruttoeinkommen von 2.500€ generieren)

Dass ich mit Suchmaschinenoptimierung nicht reich werde, ist mir natürlich klar. Mein Wunsch ist auch keine Villa am Strand und Cocktails viermal am tag. Ein Leben ohne finanzielle Sorgen und viel Zeit mit meiner Familie möchte ich mir ermöglichen. Das ist eigentlich das größte Ziel für dieses Jahr.

4. Einen Newsletter aufbauen und mit nützlichen Informationen bestücken

Ich bin ja total stolz auf die 14 Abonnenten meines Newsletters. ? Nur bekommen die Lieben noch gar nichts von mir! Zwar habe ich für Kunden schon den ein oder anderen Newsletter kreiert, aber wenn man für sich selbst arbeitet ist doch immer alles etwas schwieriger, oder? Mit aufnehmen möchte ich auf jeden Fall die vielen Leserfragen die mich per Mail erreichen, denn die helfen dir ja auch weiter. Sei gespannt, ich hab da ein paar Ideen.

5. Meine Facebook Gruppe mit Leben füllen

Damit ich besser mir euch in Kontakt treten und auch schneller helfen kann wenn du Probleme hast, will ich meiner SEO Gruppe einen kleinen Schub verpassen. Dafür verfolge ich bereits Katrin Hill und ihren Facebook Kurs (den ich sehr empfehlen kann), denn auch generell möchte ich dir auf der Fanpage Mehrwert bieten. Wofür soll die auch sonst gut sein? Aktuell arbeite ich noch an einer passenden Strategie und ich informiere dich rechtzeitig, wenn ich etwas genaueres dazu sagen kann.

6. Über Weihnachten in den Urlaub fahren

Ist euch eigentlich nach Weihnachten zu mute, wenn draußen 8 Grad sind und die Sonne scheint? Also mir nicht. Und meinem Mann auch nicht. Kannst du dir vorstellen, dass unsere Kinder noch nie weiße Weihnachten erlebt haben? Schon seit der Geburt des Großen reden wir davon, dass wir irgendwann mal damit anfangen wollen über Weihnachten einfach in den Schnee zu fahren. Wir haben keine Familien mit denen wir feiern könnten, also warum nicht? Außerdem waren wir noch nie im Urlaub. Als seitdem wir nicht mehr unsere Koffer mit Mama und Papa teilen jedenfalls nicht. Deswegen großes Ziel: zwei Wochen Urlaub im Schnee! Egal wo, Hauptsache kalt!

Jetzt bist du dran! Was sind deine persönlichen oder beruflichen Ziele für 2017? Verlinke deinen Blogbeitrag dazu in den Kommentaren oder schreib es hier drunter, ich freue mich drauf!

Auftragstief? 6 einfache Ideen für weniger Selbstmitleid und mehr Produktivität

Als Freelancer haben wir das doch alle schon einmal erlebt. Wir arbeiten gerade noch an einem Auftrag und plötzlich stehen wir da und haben irgendwie rein gar nichts zu tun. Ein Auftragstief. Das ist total beängstigend, vor allem finanziell aber auch emotional. Wenn du ein bisschen so bist wie ich, befindest du dich nach spätestens 48 Stunden in einem Zustand, der maximal noch zulässt dass du in Selbstmitleid versinkend auf dem Sofa hockst und dich fragst, was du dir eigentlich dabei gedacht hast dich selbstständig zu machen. Du wirst ja eh niemals erfolgreich werden!

Auftragstief Blogbild
Speichere dir dieses Bild auf Pinterest, für später vielleicht?

Nach drei Tafeln Schokolade und einem halben Liter Wein hast du deine 12-Weeks-Body-Chance-Regeln gebrochen und schon wieder „Die Höhle der Löwen“ in der Mediathek angeschaut um dich noch mehr zu bemitleiden (weil die das ja irgendwie hinkriegen!?). Am nächsten Morgen fällst du mehr schlecht als recht aus dem Bett und denkst über einen Karrierewechsel nach. Vielleicht brauchen die im Aldi, Lidl oder Rewe noch wen zum Regale einräumen?

Wenn du diesen Prozess ein paar Mal durchlebt hast, wirst du an den Punkt gelangen, an dem du dich entscheiden musst. Entweder du schmeißt die Flinte ins Korn und gibst deine Tätigkeit als Freelancer auf, oder, und das wäre mein dringend er Rät an dich, du lernst, dass ein Auftragstief durchaus normal ist. Außerdem kann es sogar Spaß machen und deinem Business auf die Sprünge helfen. Also los, hier sind ein paar Anregungen, was du während dieser Zeiten noch tun kannst. Aber Schokolade essen darfst du trotzdem 😉

1. Erstelle Artikel im Voraus

Ich wünschte, das hätte ich schon viel früher begonnen. Dein Blog, egal ob du Artikel schreibst oder auf Instagram Bilder postest, sollte unbedingt regelmäßig bespielt werden. Wenn du wieder einen Auftrag hast oder vielleicht gleich mehrere bearbeiten musst, wirst du froh sein dir im Voraus etwas Arbeit abgenommen zu haben.

SEO Bonus: Regelmäßig neue Inhalte auf deiner Webseite erhöhen deine Chancen auf gute Positionen in den Ergebnissen der Suchmaschinen.

2. Kreiere einen Online Kurs oder ein E-Book

Hast du dich schon einmal mit dem Thema passives Einkommen beschäftigt? Das sind Einnahmen, welche du mit einmaligen Aktivitäten, dauerhaft verbuchen kannst. Beispielsweise wenn du ein Buch veröffentlichst und verkaufst oder wenn du einen Kurs erstellst und vermarktest. Das kann neben deiner Tätigkeit als Freelancer ein zusätzliches finanzielles Standbein sein, um dass du dich im besten Fall nur einmalig kümmern musst.

Jetzt hast du gerade genug Zeit darüber nachzudenken und eventuell auch erste Schritte in diese Richtung zu gehen. Und nein, nicht nur Leute aus dem Marketing oder Buchhalter geben Online Kurse, auch du hast als Designer ein enormes Wissen, dass du weiter geben kannst. Ein tolles Beispiel dafür ist das Farbcafé von Julia, wo du mithilfe eines Kurses und verschiedenen Arbeitsblättern Kalligraphie und Handlettering lernen kannst.

3. Erstelle umwerfende Portfolioarbeiten

Wenn du noch ganz am Anfang stehst sind Auftragsflauten ja quasi Alltag. Verschwende diese Zeit nicht mit Selbstmitleid, sondern richte deine Marketingstrategien kontinuierlich auf Kundengewinnung aus. Dreh- und Angelpunkt ist dein Portfolio, mit dem du deine potenziellen Kunden von dir überzeugen wirst. Also los! Hau sie um!

Solltest du immer noch sitzen und nicht angefangen haben an deinem Portfolio zu arbeiten weil du nicht weißt wie, habe ich in diesem Artikel ein paar Möglichkeiten beschrieben, die dir helfen könnten.

4. Überarbeite deinen Webauftritt

Kennst du den Spruch „Der Schuster trägt die schlechtesten Schuhe“? Gib’s zu, bei dir sieht das nicht anders aus! Als Designer habe ich prinzipiell nicht nur die höchsten Anforderungen an meine eigene Seite, sondern habe auch prinzipiell keine Zeit sie zu erfüllen. Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen die nervige Sidebar zu durchdenken, dein Portfolio populär zu präsentieren und die seit vier Monaten auf deiner To-Do-Liste vergammelnden Arbeiten an deinem Netzauftritt zu erledigen.

5. Nimm an einem Online Kurs teil

Wenn ich ausgebucht bin, kann ich mir nur die nötigste Zeit für Weiterbildung nehmen. Meistens sieht das dann so aus, dass ich spät abends und sehr (sehr) früh morgens aktuelle Artikel aus den Fachpublikationen inhaliere. Dabei begegnen mir ständig tolle Kurse und Webinare, bei denen ich wirklich gern teilnehmen möchte.

Aktuell läuft zum Beispiel das Google Analytics Bootcamp bei Blog Your Thing  an, dass ich mir gern angeschaut hätte. Jup, manchmal sollte man sich nicht darauf verlassen, dass man alles weiß nur weil man aus der Branche ist. Vorhandenes Wissen auffrischen, eigene Kenntnisse aus einem anderen Blickwinkel betrachten oder komplett Neues erlernen – du brauchst nicht in die Volkshochschule stolpern um dich weiterzubilden, es geht so viel komfortabler!

6. Mach bei einer Challenge mit

Hast du schon einmal bei einer Challenge mitgemacht? Nein? Dann hast du etwas verpasst! Bei einer Challenge stellst du dich vordefinierten Aufgaben zu einem bestimmten Thema. Anders als bei einem Online Kurs ist eine Challenge meistens kostenlos und dauert im Durchschnitt zwischen 7 und 14 Tagen. Nutze diese Angebote um deine Fähigkeiten zu erweitern oder dein Wissen rund ums Online Business auszuweiten.

Katrin Hill bietet beispielsweise eine unglaublich nützliche Facebook Challenge an, bei der du lernst das beste aus deinem Profil und deiner Fanpage herauszuholen. Stöber ein wenig bei Facebook und Instagram und du wirst erstaunt sein, was es dort alles gibt! Und im bereits weiter oben erwähnten Farbcafé gibt es eine Kalligraphie Challenge, der ich selbst verfallen bin.

7. Genieße deine Freizeit

Okay, dieser Tipp ist vielleicht nur was für die ganz harten unter euch 🙂 Aber auch wenn es schwer fällt, schwing dich auf’s Rad und mach eine Tour, irgendwohin wo du neues erleben und sehen kannst. Oder verbringe einen Tag im Spa, das entspannt Körper und den gestressten Geist. Wahlweise kannst du dich auch solange mit Energy Drinks vor ein neues PC Spiel setzen, bis dich die Lust packt zu arbeiten.

Du brauchst solche Zeiten, in denen du dich zwingst etwas für dich zu tun. Als Freelancer kommst du selten dazu, noch seltener wenn du in der Gründungsphase steckst. Wenn du Arbeit dich dann wieder hat, bist du ausgeruht und voller Tatendrang.

Anmerkung: Wenn du sehr oft unter einem Auftragstief leidest, wäre es eventuell sinnvoll mit jemandem über deine Selbstständigkeit zu sprechen. Eventuell gibt es grundlegende Dinge, die du überdenken und verbessern solltest. Je nach Branche gibt es viele gute Coaches, die dich an die Hand nehmen und dir weiterhelfen können. Gerne kannst du mich direkt ansprechen und um Hilfe bitten. Ich bin mir sicher, dass ich jemanden kenne, der perfekt zu dir passen würde. Meine Kontaktdaten findest du hier und was ich für dich tun kann dort.

Wie gehst du mit Zeiten um, in denen du keine Aufträge hast? Kannst du noch einen guten Tipp beisteuern? Dann teile ihn mit mir in den Kommentaren!

Wie du jetzt dein Designer Portfolio erstellen kannst und so deinen ersten Kunden bekommst

Die Wahrheit ist, so ziemlich jeder Kunde, der einen Freelancer Job im Bereich Design zu vergeben hat, will ein Portfolio sehen. Und alle diejenigen, die keines verlangen, sollten besser nicht zu deiner Zielgruppe gehören.

Kennst du dieses Gefühl? Du findest ein wirklich tolles Jobangebot für Design Freelancer, das wie für dich gemacht scheint. Du liest die Beschreibung, Anforderung, Briefing, alles wahnsinnig toll. Und dann erreichst du die Zeile in der steht: „Bitte senden Sie uns zur ihr Designer Portfolio zu.“. Kawumm!

Okay, wenn du bereits ein aussagekräftiges Portfolio hast ist das kein wirkliches Problem. Aber was ist mit den Designern, die noch ganz am Anfang ihrer Freelancer Karriere stehen? Die, die nichts anderes vorzuzeigen haben als Ihren Enthusiasmus und ihre Freude auf was da kommen mag?

Die Wahrheit ist, so ziemlich jeder Kunde, der einen Freelancer Job im Bereich Design zu vergeben hat, will ein Portfolio sehen. Und alle diejenigen, die keines verlangen, sollten besser nicht zu deiner Zielgruppe gehören. Sorry Babe.

Designer Portfolio erstellen Artikelbild

Gute Kunden MÜSSEN dein Portfolio sehen

Warum das so ist? Weil die potenziellen Kunden natürlich wissen wollen, was du bereits umgesetzt hast. Sie wollen sehen, was du drauf hast, welchen Stil und welche Handschrift du hast. Und ob du wirklich schon mal ein Logo gestaltet hast, so wie du sagst. Immerhin sollen sie dir am Ende auch Geld für deine Arbeit bezahlen. Da ist es nur fair, ihnen von vornherein ein wenig die Angst vor der „Katze im Sack“ zu nehmen. Oder nicht?

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Nun hast du von diesem Wissen aber immer noch kein Wow-Portfolio, dass du deinem Auftraggeber in spe zeigen kannst. Eventuell bist du auch noch nie vorher für eine Arbeit bezahlt worden. Ich zeige dir fünf getestete Möglichkeiten zeitnah und einfach ein Portfolio zu zaubern.

#1 Erstelle maßgeschneiderte Einzelstücke

Aufwand: gering

Das ist der erste Tipp den ich ratsuchenden Designern gebe, wenn sie mich um Hilfe bei der Kundenakquise bitten. Wenn es dir auch nur annähernd so geht, dann willst du wissen, wie du an Jobs kommst ohne auch nur eine einzige Portfolioarbeit zu haben, die beweist dass du fähig bist in dem was du tust.

Ich empfehle dir also, zwei bis drei „gefakte“ Kundenarbeiten zu erstellen, die du deinem Portfolio hinzufügen kannst. Als Webdesigner könntest du hier ein Blogdesign entwerfen oder eine Landingpage. Es könnte aber auch ein Logo, ein Briefbogen oder ein Blogpost sein. Denke dabei aber an folgende Punkte:

  1. Wer ist dein idealer Kunde? Was ist sein Ziel? Da du dir den Kunden ausdenkst, für den du dieses Design erstellst, musst du ihn dir sehr gut vorstellen können.
  2. Welche Art von Arbeiten möchtest du machen? Wenn du keine Lust hast Logos zu designen, dann erstelle auch keine für dein Portfolio!
  3. Wo liegen deine Fähigkeiten? Dein Portfolio soll Kunden von deinem Kenntnisstand überzeugen. Stell also sicher, dass deine Arbeiten diese auch zeigen.

Protipp: Wenn es dir schwer fällt aus dem Stegreif ohne Vorgaben eine Kundenarbeit zu simulieren, schau dich etwas bei designenlassen.de um. Hier findest du echte Briefings von echten Kunden. Such dir ein passendes Briefing aus und nutze es als Leitfaden für dein Musterstück.

#2 Setze kreatives Guestposting ein

Aufwand: hoch

Gästepostings sind ein gängiges Mittel für Autoren und Blogger. Sie sind eine tolle Möglichkeit um sich zu positionieren oder die eigene Reichweite zu erhöhen. Gästepostings können aber auch einem Schreibfaulem Nicht-Blogger auf die Sprünge helfen.

Als Logodesigner weißt du zum Beispiel genau, warum es sinnvoll ist, verschiedene Logoversionen zu erstellen. Weiß das aber deine Zielgruppe auch? Erstelle eine Bilderserie, aus der dieser Nutzen erkennbar hervorgeht. Veröffentliche sie auf einem Blog oder in einem Magazin, das deine Zielgruppe erreicht.

Ein weiteres Beispiel? Als Illustrator für Kinderbücher könntest du einen Comic entwerfen in dem du den Entstehungsprozess eines Buches zeigst.

Dass du selber nicht bloggst heißt nämlich nicht, dass du deinen Content nicht in die Welt hinaustragen kannst. Überlege dir eine gute Idee, suche nach relevanten Plattformen und stelle eine überzeugende Anfrage an den Betreiber.

Protipp: Suche bei Buzzumo nach ähnlichen Vorhaben in Stichpunkten und nehme Kontakt zu den gelisteten Webseitenbetreibern auf. Auf der linken Seiten kannst du unter „Language“ die Suchergebnisse auf Deutsch stellen und beziehst damit nur deutsche Seiten, über die eventuell ein Guestposting möglich wäre.

Buzzumo Screenshot
Buzzumo kann eingesetzt werden um Plattformen für Guestpostings zu finden.

#3 Biete kostenlose Arbeiten an

Aufwand: gering

Bei kostenlosen Arbeiten scheiden sich die Geister. Natürlich soll kostenlose Arbeit kein Dauerzustand sein. Aber du stehst ganz am Anfang deiner Karriere und möchtest dir ein Portfolio aufbauen. Wenn du es geschickt anstellst, ist deine Arbeit auch nicht umsonst. Selbst wenn du dafür kein Geld bekommst. Mit zwei oder drei Aufträgen dieser Art reicherst du dein Portfolio um weitere kreative Stücke an.

Wo findest du kostenlose Arbeit:

  • Blogger & Influencer in deiner Zielgruppe
  • Arbeite für gemeinnützige Vereine oder Non-Profit Organisationen
  • Frage bei lokalen, kleinen Unternehmen an

Achte bei der Auswahl deiner potenziellen Kunden darauf, dass es sich um Unternehmen oder Vereine handelt, die eine hohe Reichweite innerhalb deiner Zielgruppe haben. Denn deine Arbeit ist natürlich um einiges mehr wert, als die reine Erlaubnis das Werk in deinem Portfolio zu nutzen. Du möchtest außerdem gern weiter empfohlen werden!

Protipp: Gehe von vornherein ganz offen mit deinen Wünschen um und signalisiere, dass du einmalig etwas ohne Entgelt kreieren würdest, du dafür aber gern zwei direkte Empfehlungen haben möchtest. Auch die Rahmenbedingungen (Umfang der Arbeiten, Kontaktperson, Kontaktart, etc.) solltest du klar abstecken. Behandele diese Auftraggeber wie zahlende Kunden und du wirst von ihrem Feedback profitieren.

#4 Fang an zu bloggen

Aufwand: mittel

Natürlich ist bloggen eine tolle Möglichkeit den eigenen Expertenstatus zu untermauern. Durch regelmäßige Blogposts generierst du eine hohe Reichweite und machst deine Zielkunden auf dich aufmerksam. Der Blog dient dir aber zeitgleich auch als erweitertes Portfolio.

Du könntest über alle möglichen Themen bloggen, die in Zusammenhang mit deiner Zielgruppe stehen. Dabei ist es nicht unbedingt notwendig, direkt zu „schreiben“. Sei kreativ und überlege dir andere Konzepte. Hier ein paar Ideen für alternative Bloginhalte:

  • Abgeschlossene Kundenaufträge
  • wöchentliche Comics oder Illustrationen
  • Regelmäßige Kurzvideos vom Enstehungsprozess deiner Designs
  • Sneak-Peak´s deines Designprozesses

#5 Nutze deine Webseite

Aufwand: mittel bis hoch

Wenn es dir ernst ist mit deiner Designer Karriere als Freelancer, hast du sicherlich eine eigene Webseite. Du weist schon, eine auf der du zeigst wer du bist und was du kannst, wie man dich erreichen kann usw.? Eventuell nutzt du deine Webseite auch um dein Portfolio zu hosten.

Wie du es auch hältst, versuche deine Skills in die Webseite einfließen zu lassen. Nutze sie so als weiteres Stück Portfolioarbeit.

Vielleicht designst du die Webseite selbst oder nutzt Bilder deines Handletterings für die Überschriften. Vielleicht kreierst du als Illustrator verschiedene Elemente, die du in die Gestaltung einfließen lässt. Oder du bestichst mit einem klaren Corporate Design aus deiner eigenen Feder.

Noch Fragen?

Welchen Umfang sollte dein Designer Portfolio haben?

Dein Portfolio sollte mindestens aus drei Probearbeiten bestehen. Wenn du eine der oben beschriebenen Varianten nutzt, hast du diese in kürzester Zeit zusammen.

Wenn du bereits ein wenig im Geschäfts bist, solltest du deine Kunden nach Auftragsabschluss immer fragen, ob du das Stück auch in deinem Portfolio zeigen darfst. Generell sollte ein ausdrucksstarkes Designer Portfolio ungefähr acht bis zwölf Arbeiten zeigen, auf die du besonders stolz bist oder die dich besonders gut widerspiegeln. Es ist vollkommen okay, immer mal wieder Arbeitsproben auszutauschen.

Eine Besonderheit tut sich auf, wenn du mehr als eine Art von Design ausübst. Erstellst du beispielsweise Webdesigns UND Logos, dann lohnen sich zwei Portfolios. Das erfordert auch die doppelte Anzahl der empfohlenen Arbeitsproben.

Wie solltest du dein Portfolio gestalten?

Es gibt sicherlich eine Milliarde Möglichkeiten dein Portfolio zu layouten. Auch hier gilt am Ende des Tages wieder, dass es dir gefallen und zu dir passen muss.

Gut einsehbar sollte es auf jeden Fall sein. Verschickst du einen Link zu deinem Onlineportfolio, sollte der Kunde nicht erst x-mal klicken müssen, um es sehen zu können.

Abschließende Gedanken zum Designer Portfolio

Dein Freelancer Portfolio ist neben deiner Art und Weise mit potenziellen Kunden umzugehen und zu sprechen, der wichtigste Punkt im Werben um einen Job. Nimm die Erstellung deiner Probearbeiten also nicht auf die leichte Schulter. Mach dir Gedanken darüber, wer deine Zielkunden sind und wie du ihnen helfen kannst.

Sei kreativ und mutig, professionell und vor allem du selbst. Wenn dein Portfolio das widerspiegelt, hast du die besten Chancen deinen ersten zahlenden Kunden zu ergattern!

Hast du noch andere Portfolio-Ideen? Schreib mir in die Kommentare oder per Twitter an @dinestaps und ich nehme sie hier mit auf! Auch kannst du dein fertiges Portfolio hier gern verlinken (gratis Backlink, 😉 Woohoo!)

Freelancer werden: 5 echte Gründe für den Arbeitsausstieg

Auch den Weg zum Freelancer werden hatte ich mir leichter vorgestellt. Angetrieben haben mich vor allem fünf Gründe, von denen ich dir gern erzählen möchte. Jedes Mal, wenn ich keinen Bock mehr hatte oder dachte ich sei der größte Looser, habe ich sie mir angesehen. Und weiter gemacht.

Vor wenigen Tagen las ich den verblüffenden Artikel einer ehemaligen Kundin auf Facebook. Sie schrieb dort von einer Studie, bei der man 30-jährige nach Ihrem Berufsleben befragte. Für mich erstaunlich war, dass 42 % aller Teilnehmer angaben, selbstbestimmter arbeiten zu wollen. Weitere 33 % gaben an, darüber nachzudenken Freelancer zu werden. Wow!

Es gibt viele Menschen, die nicht in reguläre Arbeitsstrukturen zu passen scheinen. Das bestätigen mir schon meine eigenen Erfahrungen. In den letzten Jahren habe ich selbst viele Designer begleitet, die den Wunsch hatten Freelancer oder Freiberufler zu werden. Welche Hürden bei der Existenzgründung vor einem liegen kann man anfangs nicht mal erahnen. Dennoch ist das was man hinter sich lässt, oftmals grausam genug um stur nach vorn zu schauen ;).

Ich habe einen Großteil meines Lebens als Angestellte verbracht und war nie glücklich damit. Auch den Weg zum Freelancer werden hatte ich mir leichter vorgestellt. Angetrieben haben mich vor allem fünf Gründe, von denen ich dir gern erzählen möchte. Jedes Mal, wenn ich keinen Bock mehr hatte oder dachte ich sei der größte Looser, habe ich sie mir angesehen. Und weiter gemacht.

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Nr. 1: Abhängigkeit macht mich wortwörtlich krank

In den vergangenen zwölf Jahren hatte ich neun verschiedene Arbeitgeber. Jup. Neun. Einen dieser Jobs verlor ich, weil mein Chef Gelder veruntreute anstatt Lieferanten zu bezahlen. Als eines Tages die Kripo meinen PC einpackte, hatte ich bereits drei volle Monate keinen Cent mehr gesehen.

Die darauf folgende Anstellung bei einem Unternehmen als Personalassistentin war anfangs wirklich interessant. Ich arbeitete sehr engagiert und durfte mich im Gegenzug weiterbilden. Meine Vorgesetzten förderten mich sogar mit Extra-Aufgaben und Bildungsreisen. Leider war ich damit meiner Abteilung ein Dorn im Auge und ich musste lernen, was Mobbing am Arbeitsplatz eigentlich bedeutet. An meinem letzten Arbeitstag schrie meine Chefin mich zwanzig Minuten lang an und beleidigte mich aufs Gröbste. Diese neun Monate Mobbing machten mich sehr depressiv und bescherten mir zwei zusätzliche Kleidergrößen.

Ein anderer Arbeitgeber zwang mich unter Androhung der sofortigen Kündigung dazu, Kunden zu belügen und zu hintergehen. Im Vertrieb sollte ich Produkte an den Mann und die Frau bringen, die das meiste Geld für den Vermittler brachten. Da ich aus Überzeugung den Kunden helfen wollte, befand ich mich in einem üblen Dilemma. Aus lauter Angst vor meinen Vorgesetzten wurde ich schwer krank und erhielt daraufhin eine fristlose Kündigung.

Ich könnte dir noch von anderen Jobs erzählen, in denen ich als Vertriebsassistentin Toilettenböden schrubben musste. Von einer Tätigkeit als Marketingfachfrau bei der ich drei Monate in einem 6 °C kaltem Raum arbeiten musste. Und so weiter. Diese Erfahrungen häufen sich in meinem Lebenslauf und ich habe dadurch eines bitter lernen müssen. Es gibt nichts unberechenbares als einen Arbeitgeber. Er allein behält sich vor dich zu bezahlen, unangekündigt rauszuschmeißen oder dich zu Arbeiten zu zwingen, die unter deiner Würde sind.

Natürlich kann man immer kündigen oder einen Anwalt beauftragen sagst du? Logisch, mit einem Ersatzjob in der Hinterhand. Aber wenn du den nicht hast, du keine finanziellen Rücklagen aber ein Kind zu ernähren hast? So einfach ist das nicht, Baby! Da heißt es Augen zu und durch.

 

Nr. 2: Acht Stunden Arbeiten und Produktivität sind nicht das selbe!

Meine Vorstellung von Produktivität deckt sich absolut nicht mit der der meisten Arbeitgeber. Ich kann eine einfache SEO Analyse in vier Stunden erarbeiten. Ich kann für dieselbe Arbeit aber auch acht Stunden brauchen, wenn ich diese Zeit füllen muss.

Das System von Arbeitszeit gegen Geld habe ich noch nie wirklich verstehen können. Es ist doch die absolute Ressourcen-Verschwendung, wenn ich Mitarbeiter für acht Stunden Leistung bezahle und diese nur vier Stunden effektiv arbeiten. Den Rest der Zeit ist man halbherzig bei der Sache, weil man ausgepowert ist. Oder weil es zu warm ist, das Essen schwer im Magen liegt und man müde ist. Oder aber weil man einfach zwischen 12 und 14 Uhr ein genetisch bedingtes Tief hat.

Nicht selten habe ich entweder bereits ab elf sehnsüchtig auf die Uhr geschaut. Oder aber bis weit nach Feierabend allein im Büro gesessen, weil ich so vertieft in mein Projekt war, dass ich es nicht liegen lassen konnte. Das reguläre Arbeitsstunden-Zeit-Modell ermüdet mich und nimmt mir den Spaß am produktiven Arbeiten. Als Freelancer ist es meinem Auftraggeber herzlich egal wann ich seinen Webauftritt optimiere.

 

Nr. 3: Ich kann nicht in einem Büro arbeiten

Für viele Leute ist der Gedanke an ein Homeoffice allein bereits grausam. Keine Kollegen zu haben und keine feste Struktur, das bringt viele durcheinander. Bei mir ist das anders. In einem Büro mit vielen Menschen zu sitzen, die alle gleichzeitig miteinander reden, telefonieren, tippen, herumlaufen, Kaffee kochen – das ertrage ich nicht. Ich arbeite konzentrierter auf einer Großbaustelle bei monotonem Baggerlärm, als in einem geteilten Büro!

Gut, ich bin ein kleines Sensibelchen, aber in meinem kleinen Reich nervt niemand, kann ich das Telefon abschalten und mich ganz auf meine Arbeit konzentrieren. Die ist dann auch in einem Rutsch erledigt, siehe Punkt 2 🙂

Ach, ein weiterer Vorteil für mich am Freelancer sein: Ich lebe in einem Dreieck zwischen Hamburg, Kiel und Lübeck. Jede dieser Städte ist etwa 100 km von mir entfernt. Das heißt etwas mehr als zwei Stunden Fahrtzeit pro Tag müsste ich für einen Job in meiner Spezialisierung in Kauf nehmen, um einen 9-5 Job in einem lärmenden Büro anzunehmen, in dem ich 50 % der Zeit unproduktiv arbeite. No way!

Nr. 4: Meine Familie

Der wichtigste Punkt für mich ist meine Familie. Erwähnte ich früher in Vorstellungsgesprächen, dass meine Kinder für mich immer meinem Job vorgelagert sein werden, erntete ich regelmäßig böse Blicke. Aber hey, es ist so!

Mein großer Sohn musste aufgrund meiner Ausbildung ab seinem ersten Geburtstag jeden Tag von 7-17.30 Uhr in einem Kindergarten betreut werden. Fünf Jahre lang habe ich ihn unter der Woche täglich nur zwei bis drei Stunden sehen können. Viele Mütter und Väter können sich vorstellen, wie schwer das für mich war und wie viele Vorwürfe ich mir all die Jahre deswegen gemacht habe. Trotzdem war ich immer bei ihm wenn er krank war, auch wenn mich das einen meiner neun Jobs kostete.

Seine Schwester ist nun fast ein Jahr alt. Vereinbarkeit von Familie und Beruf? Als Freelancer für mich absolut möglich. Freizeitaktivitäten und Hobbys sind Dinge, auf die ich temporär absolut verzichten kann ohne unglücklich zu sein. Mein Mann, meine Kinder und eine erfüllende Arbeit – das sind Dinge die für mich essentiell sind.

Nr. 5: Ich bin nicht gern austauschbar

Entschuldige meine Ehrlichkeit, aber Mitarbeiter sind austauschbar. Wenn du krank wirst und nicht mehr arbeiten kannst, wirst du ersetzt. Du bekommst ein Kind und wirst du ersetzt. Deinem Chef gefällt deine Haarfarbe nicht, dann wirst du ersetzt. Entweder machst du was man von dir will oder du bist weg vom Fenster.

Aber warum ist das so? Liegt es daran, dass „da draußen hunderte sind, die deinen Job machen könnten„? Eine Arbeitsstelle hat vordefinierte Aufgaben, Strukturen in denen du dich bewegen darfst und klare Abgrenzungen zu den Aufgabenbereichen der Kollegen. Wenn Sekretärin A und Sekretärin B also die gleiche Ausbildung genossen haben und demnach dieselben Fähigkeiten besitzen, sind sie einfach zu ersetzen. Das ist natürlich alles sehr sinnvoll und in einem Unternehmen sehr wichtig, weil wie soll das Rad sonst laufen?

Ich fühle mich nicht wohl, wenn ich in meinem Wirkungskreis beschränkt werde und überschreite auch meine Kompetenzen wenn es dem Ergebnis hilft. Als Alrounder fühle ich mich wohl, wenn ich auch einmal vor der Herausforderung stehe, etwas nicht zu verstehen. Die Freiheit mich dann stundenlang nur mit diesem einem Problem zu befassen, etwas Neues zu lernen und dann dieses Hochgefühl zu verspüren, wenn ich es bewältigt habe, das liebe ich.

Außerdem macht mich diese Eigenschaft zu einem NICHT-austauschbaren Individuum und Business Coach.

 

Fazit

Auch wenn der Weg zum Freelancer Dasein oder zum digitalen Nomadentum sehr steinig und schwer ist, für mich lohnt es sich. Kannst du die oben stehenden fünf Punkte nachvollziehen? Geht es dir vielleicht genauso oder ähnlich? Als Designer bringst du an sich alle Voraussetzungen für einen ortsunabhängigen Job mit. Und wenn du meinen Blog liest, hast du zumindest schon mit dem Gedanken gespielt als Freelancer tätig zu werden. So wie in der anfangs erwähnten Statistik 🙂

Schreib´s mir in die Kommentare, wo stehst du auf deinem Weg und was treibt dich dabei am meisten an?