Meine Business Ziele für Netzapplaus in 2017

Willkommen bei meinem Business Ziele 2017 – Jahresrückblicke-Post! In Zukunft möchte ich dir hier einen Einblick in mein Blogging- und SEO Business ermöglichen. Starten möchte ich damit, indem ich mit dir meine Ziele und ab Januar auch meine monatlichen Besucherreports teile. Ich finde, dass es sehr inspirierend ist die Fortschritte anderer zu verfolgen und möchte dir zeigen, wie auch du solche Erfolge erzielen kannst. Heute teile ich mit dir, was ich in den letzten Monaten erlebt habe und welche Ziele ich mir für das Jahr 2017 gesetzt habe.

Ein anstrengendes Jahr 2016

Oh mann. Hast du bereits realisiert, dass wir schon fast 2017 haben? Jedes Jahr aufs Neue habe ich das Gefühl, die Zeit fliegt schneller dahin. Mittlerweile sitzen mein Mann und ich öfters nebeneinander und sagen Dinge wie „Erinnerst du dich noch an den und den Sänger? Der war total der Hit als wir so 12 waren, oder?“ „Hm, lebt der noch?“. ?  Aber nicht nur daran merke ich, wie schnell die Zeit vergeht. Auch an meiner Einstellung zum Arbeiten hat sich so viel verändert in den vergangenen Jahren. Es ist gleichzeitig phantastisch und erschreckend, wie sich mein Berufsleben gewandelt hat. Heute vor einem Jahr zum Beispiel war ich mir schon sehr sicher, dass ich mich selbstständig machen möchte. Und das Jahr davor? Habe ich gebetet, dass mich mein Chef nicht rausschmeist, damit ich noch ein wenig länger einen „sicheren“ Job habe.

Ich bin ein wenig traurig, dass 2016 nun vorbei ist. Auch wenn es für viele Menschen eines der schlechtesten überhaupt gewesen ist. Auch für mich und meine Familie hat es negative Ereignisse bereitgehalten. Nicht zuletzt meine Erkrankung im November war eines davon. Doch trotz allem habe ich in diesen zwölf Monaten wichtige Entscheidungen für mich und meine weitere berufliche Laufbahn getroffen.

Meine Business Ziele 2017

 

Wie liefen meine Business Ziele für 2016?

1. Entscheidung für oder gegen einen festen Job

Bis Ende September war ich mit unserer kleinen Tochter noch in Elternzeit, hatte also viiiiel Zeit zum Nachdenken und planen. Eigentlich hatte ich gehofft, dass ich mich bereits gegen Ende dieser zwölf Monate Nur-Mama-Sein, mehr meinem Business widmen könnte. Nun ist unser zauberhaftes Mädchen nicht sehr kooperativ. Sie hat ihren eigenen Zeitplan und ein sehr intensives Nähebedürfnis. Eine Fremdbetreuung, die mir etwas Zeit gibt um mich einen ganzen Tag  meiner Arbeit zu widmen, fällt also ins Wasser.  So arbeiten wir also gemeinsam, im Kinderzimmer mit Tablet, im Büro mit Legosteinen – du glaubst nicht wie erfinderisch ich sein kann. ?

Nachdem ich dann pünktlich nach Ende der Elternzeit meine Kündigung bekommen habe, gab es keine Frage mehr wie es beruflich für mich weiter geht. Nur die Selbstständigkeit gibt mir die Freiheiten und Möglichkeiten, die ich für meine Familie und mich brauche. Aber das hatte ich dir ja schon einmal in diesem Artikel lang breit erklärt.

2. Launch einer Webseite für meinen Blog und SEO Services

Für dieses Ziel brauchte ich tatsächlich länger als gedacht und mehr als einen Versuch. Seit ich nämlich ein Teenager war habe ich mit meinem Perfektionismus zu kämpfen. Bei jeder Aufgabe optimiere ich bis ins unermessliche, damit das Ergebnis meinen Ansprüchen genügt. Was es aber meistens nicht tut. Und selbst wenn, dauert es nur wenige Tage bis ich doch wieder ein Körnchen in der Suppe finde.

Im Sommer habe ich dann durch Zufall auf einem Pinterest Board von um 180 Grad (Pinterest ist übrigens eines meiner absoluten Lieblingstools!) das Zitat „Done is better than perfekt“ gefunden und als persönliches Mantra übernommen. Mit dieser neuen Einstellung im Gepäck habe ich auch meine Webseite gewuppt. Ich habe sie also nicht komplett selbst designt und programmiert, so wie ich es gern getan hätte (böser Perfektionismus! Böser!), sondern ich habe ein tolles WordPress Theme von Elmastudio gekauft und meinen Bedürfnissen angepasst. Natürlich muss hier und da noch einiges getan werden, aber hey, „Done is better than perfect“, richtig?

3. regelmäßig Beiträge schreiben

Diesen Punkt werde ich auf 2017 verschieben müssen, arbeite aber jetzt schon fleißig dran. Eigentlich lief das auch ganz gut in diesem Jahr. Dann wurde ich Anfang November sehr krank und hatte weder die Kraft noch den Elan, zu schreiben oder etwas für mein Business zu tun. Dafür habe ich mich nun dazu entschlossen, besser und mehr zu planen, was ich bereits in die Tat umsetze. Die meisten groben Themenbereiche und teilweise auch ganz spezielle Artikel sind bereits auf meiner Liste und warten darauf für dich umgesetzt zu werden.

Thematisch geht es in 2017 verstärkt in Richtung Suchmaschinenoptimierung. Viele Leser haben sich mehr Anleitungen und Erklärungen zu diesem Thema gewünscht und mal ehrlich, ich bin ja auch SEO und erkläre meinen Kunden diese Dinge jeden wunderbaren Tag. Warum also nicht darüber schreiben? Natürlich gibt es immer noch sehr viele persönliche Beiträge, Einblicke in meinen (und deinen?) Tagesablauf und am Rande auch Posts über Social Media und andere coole Bereiche, die nun mal dazugehören. Mein Fokus bleibt aber auf SEO.

4. Einen ersten Auftrag als selbstständige Suchmaschinen Optimiererin bekommen

Das hab ich sogar verdreifacht! Yeah! Eine liebe neue Kundin haben ich sogar über meinen noch so jungen Blog bekommen und ich hoffe, es werden im neuen Jahr noch mehr, damit ich auch 2017 mein Business Ziel erreiche.

5. 3 Dinge finden, die mich wirklich glücklich machen und in meinen Alltag einbauen

Weist du warum ich mir dieses Ziel überhaupt stecken musste? Nun ja. Ich bin so ein Typ Mensch, der schlecht Dinge einfach nur so zum Vergnügen tun kann. Viele Jahre hatte ich das Gefühl, alles worin ich zeit investiere, müsste auch einen Zweck erfüllen. Ein Hobby, wie ein Instrument spielen oder Nähen oder ähnliches, wäre für mich nie möglich gewesen. Bereits nach wenigen Minuten lege ich solche Dinge nieder und suche mir etwas zielführendes …. wie Arbeiten beispielsweise.

Nun hat mich das aber nicht sehr weit gebracht. Schon als ich mit unserem Babymädchen schwanger wurde, bekam ich einen ersten gesundheitlichen Dämpfer, der mir vor Augen führte, dass ich mehr für mich tun muss. Der Stress, den ich eh schon emotional und körperlich jeden Tag erlebe, hat mich krank gemacht. Deswegen beschloss ich bereits Ende 2015, dass ich etwas finden muss, mit dem ich einfach Zeit „verschwenden“ könnte. Wo ich nicht produktiv sein muss, mich aber entspannen kann.

Zum einen haben mein Mann und ich in diesem Jahr Serien und YouTube für uns entdeckt. Was soll ich sagen, auch ich bin nun „Game of Thrones“ verrückt und fachsimpel über „The Walking Dead“ ?. Das tut mir wirklich gut und ich bin stolz darauf, während dessen nicht am Smartphone nach neuen Aufträgen zu suchen.

Mein zweites „Für Mich“ wurde mir von meinem Mann nahezu aufgedrängt. Als mein Gesundheitszustand Ende diesen Jahres immer schlechter wurde und ich unvernünftigerweise die Schlafenszeit meiner Tochter weiter ausschließlich zum Geld verdienen nutzte, kaufte er mir ein Computerspiel, das ich vor etlichen Jahren schon einmal spielte, und zwang mich zum spielen. ? Was soll ich sagen? Der zarte Drang hat mich abgelenkt und es tut mir gut!

Meine Business Ziele für das Jahr 2017:

1. Veröffentlichung eines kostenlosen Online Kurses

Hieran arbeite ich auch schon ?. Viele haben sich gewünscht, dass ich einmal umfassendes Tutorial für Anfänger erstelle. Ich habe also viel recherchiert, Ideen gewälzt, Emails ausgewertet und überlegt, was all meinen Lesern gleich viel wertvolle Informationen bieten kann. Wenn du neugierig bist, kannst du dich auf der Anmeldeseite für den Kurs schon einlesen worum es geht und auch registrieren wenn du Lust hast.

SEO Strategie Online Kurs

2. mindestens 6 Gastbeiträge schreiben und 6 Gastbeiträge auf meinem Blog veröffentlichen

Selbsterklärend oder? 😉

3. Mit meinen Dienstleistungen finanziell unabhängig werden (monatliches Bruttoeinkommen von 2.500€ generieren)

Dass ich mit Suchmaschinenoptimierung nicht reich werde, ist mir natürlich klar. Mein Wunsch ist auch keine Villa am Strand und Cocktails viermal am tag. Ein Leben ohne finanzielle Sorgen und viel Zeit mit meiner Familie möchte ich mir ermöglichen. Das ist eigentlich das größte Ziel für dieses Jahr.

4. Einen Newsletter aufbauen und mit nützlichen Informationen bestücken

Ich bin ja total stolz auf die 14 Abonnenten meines Newsletters. ? Nur bekommen die Lieben noch gar nichts von mir! Zwar habe ich für Kunden schon den ein oder anderen Newsletter kreiert, aber wenn man für sich selbst arbeitet ist doch immer alles etwas schwieriger, oder? Mit aufnehmen möchte ich auf jeden Fall die vielen Leserfragen die mich per Mail erreichen, denn die helfen dir ja auch weiter. Sei gespannt, ich hab da ein paar Ideen.

5. Meine Facebook Gruppe mit Leben füllen

Damit ich besser mir euch in Kontakt treten und auch schneller helfen kann wenn du Probleme hast, will ich meiner SEO Gruppe einen kleinen Schub verpassen. Dafür verfolge ich bereits Katrin Hill und ihren Facebook Kurs (den ich sehr empfehlen kann), denn auch generell möchte ich dir auf der Fanpage Mehrwert bieten. Wofür soll die auch sonst gut sein? Aktuell arbeite ich noch an einer passenden Strategie und ich informiere dich rechtzeitig, wenn ich etwas genaueres dazu sagen kann.

6. Über Weihnachten in den Urlaub fahren

Ist euch eigentlich nach Weihnachten zu mute, wenn draußen 8 Grad sind und die Sonne scheint? Also mir nicht. Und meinem Mann auch nicht. Kannst du dir vorstellen, dass unsere Kinder noch nie weiße Weihnachten erlebt haben? Schon seit der Geburt des Großen reden wir davon, dass wir irgendwann mal damit anfangen wollen über Weihnachten einfach in den Schnee zu fahren. Wir haben keine Familien mit denen wir feiern könnten, also warum nicht? Außerdem waren wir noch nie im Urlaub. Als seitdem wir nicht mehr unsere Koffer mit Mama und Papa teilen jedenfalls nicht. Deswegen großes Ziel: zwei Wochen Urlaub im Schnee! Egal wo, Hauptsache kalt!

Jetzt bist du dran! Was sind deine persönlichen oder beruflichen Ziele für 2017? Verlinke deinen Blogbeitrag dazu in den Kommentaren oder schreib es hier drunter, ich freue mich drauf!

8 Sätze die dir zeigen, dass dein Kunde dich nicht bezahlen will

Manchmal kann die Zusammenarbeit mit einem neuen Kunden ganz schön irritierend sein. Gerade versteht man sich noch blendend und redet schon über Details der gewünschten Entwürfe, da schleicht sich so ein komisches Gefühl in die Unterhaltung. Hast du das schon mal erlebt? Wenn plötzlich aus der Vorfreude auf einen neuen Auftrag so eine vorsichtige Skepsis wird?

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Pin it! Für später vielleicht?

In meinen ersten Monaten als Webdesignerin habe ich dieses Gefühl oft nicht ernst genommen. Bis ich irgendwann festgestellt habe, dass es einen Zusammenhang gab zwischen der Art wie die Kunden bereits zu Beginn mit mir sprachen und dem Ende der darauf folgenden Geschäftsbeziehung. Ich hätte mir so viel Ärger ersparen können, wenn ich diese spezielle „Kunden-Sprache“ schon zu Beginn verstanden hätte. Diese Art zu sagen: „Ich werde dich nicht bezahlen, ich suche kostenlose Arbeit.“ Ohne dir das direkt ins Gesicht zu sagen natürlich.

Aber du hattest solche Kunden ganz bestimmt auch schon, oder? Diejenigen, die vor Auftragsvergabe schon erste individuelle Entwürfe sehen wollen. Oder die, die schon im ersten Gespräch nur davon reden, dass sie nicht mit teuren „Agenturen“ arbeiten wollen, weil die ja total überteuerte Preise verlangen. Wie du damit umgehen kannst, wenn der Kunde sagt, dass er deine Fähigkeiten „umsonst“ haben will, dafür hab ich dir schon Tipps gegeben. Woran erkennt man das aber, wenn er nicht so direkt ist? Also bevor du auf einer unbezahlten Rechnung sitzt und der Kunde sich nie wieder meldet?

Hier sind 10 Sätze an denen du erkennst, dass dein Kunde nicht vor hat dich für deine Arbeit zu bezahlen.

1) „Wir haben nur ein kleines Budget, aber es gibt einige Folgeprojekte in der Zukunft.“

Reden Sie von der nahen Zukunft? Oder sprechen Sie von 2030? Sorry, aber diese ominöse Zukunft wird niemals eintreten, das wissen wir beide.

2) „Ich suche jemanden für eine langfristige Zusammenarbeit, da ich aktuell kein hohes Budget habe.“

Diese „langfristige Zusammenarbeit“ endet in der Regel nach dem 30. Logoentwurf, der entweder zu modern oder zu „Wordart 1995“ ist. Spätestens in drei Monaten, wenn das „Startup“ zwar eine komplette Corporate Identity aber keine Kunden besitzt und dein Ansprechpartner wieder bei seinen Eltern einzieht um seine Schulden abzuzahlen.

3) „Das wäre doch eine super Erfahrung für Sie, vor allem da Sie erst kurz selbstständig sind!“

Du bist zwar erst seit drei Monaten als Freelancer unterwegs, bist deswegen aber kein blutiger Anfänger. Und welche Erfahrung soll das bitte schön sein? Danke, aber nein Danke.

4) „Ich würde gern erst mal sehen, was Sie so für Ideen haben.“

In diesem Fall ist es schon sehr deutlich was der „Kunde“ in Wirklichkeit will. Er lässt von vornherein diverse Designer die kreative Arbeit machen und sucht sich aus all den kostenlosen Entwürfen das Beste raus. Sollte es dein Entwurf sein der ihn begeistert wird er dich aber nicht dafür bezahlen, wo denkst du denn hin? Er wandelt es ab und nutzt es einfach so. Wo kämen wir denn hin wenn er dir dich für deine Arbeitszeit entlohnen würde?

5) „Wir sind ein gemeinnütziger Verein und haben gar kein Geld zum Ausgeben.“

Wenn Sie kein Geld haben, was wollen Sie dann von mir? Eine Spende?

6) „Ich vertraue Ihnen. Wir brauchen keinen Vertrag.“

Das heißt so viel wie: „Ich werde ganz sicher vergessen was wir besprochen haben und Sie für Arbeit niemals bezahlen.“. Egal wie das Gesetz aussieht, ein mündlicher Vertrag ist niemals eine gute Option. Nicht einmal, wenn zwanzig Leute diesen bezeugen könnten. Er bedeutet in 98 % der Fälle Ärger, Anwälte und unnütz ausgegebenes Geld. Jeder Auftrag sollte schriftlich dokumentiert sein, genauso wie jede Änderung und Absprache.

7) „Ich könnte das eigentlich auch selbst machen, aber ich hab da gerade keine Lust zu.“

Dieser Satz ist ein eindeutiges Zeichen dafür, dass diese Person deine Arbeit nicht wertzuschätzen weiß. Er wird dir niemals bezahlen, was sie wert ist, wenn er überhaupt etwas zahlt.

8) „Nur ein ganz kleines Projekt. Das dauert maximal eine halbe Stunde, machen wir Festpreis 50 Euro!“

Spätestens nach der 25. Änderung und vier Stunden Arbeit wünschst du den Kunden zum Teufel und realisierst, dass ihr beide wohl gegensätzliche Auffassungen von „kleinen“ Projekten habt.

Auftragstief? 6 einfache Ideen für weniger Selbstmitleid und mehr Produktivität

Als Freelancer haben wir das doch alle schon einmal erlebt. Wir arbeiten gerade noch an einem Auftrag und plötzlich stehen wir da und haben irgendwie rein gar nichts zu tun. Ein Auftragstief. Das ist total beängstigend, vor allem finanziell aber auch emotional. Wenn du ein bisschen so bist wie ich, befindest du dich nach spätestens 48 Stunden in einem Zustand, der maximal noch zulässt dass du in Selbstmitleid versinkend auf dem Sofa hockst und dich fragst, was du dir eigentlich dabei gedacht hast dich selbstständig zu machen. Du wirst ja eh niemals erfolgreich werden!

Auftragstief Blogbild
Speichere dir dieses Bild auf Pinterest, für später vielleicht?

Nach drei Tafeln Schokolade und einem halben Liter Wein hast du deine 12-Weeks-Body-Chance-Regeln gebrochen und schon wieder „Die Höhle der Löwen“ in der Mediathek angeschaut um dich noch mehr zu bemitleiden (weil die das ja irgendwie hinkriegen!?). Am nächsten Morgen fällst du mehr schlecht als recht aus dem Bett und denkst über einen Karrierewechsel nach. Vielleicht brauchen die im Aldi, Lidl oder Rewe noch wen zum Regale einräumen?

Wenn du diesen Prozess ein paar Mal durchlebt hast, wirst du an den Punkt gelangen, an dem du dich entscheiden musst. Entweder du schmeißt die Flinte ins Korn und gibst deine Tätigkeit als Freelancer auf, oder, und das wäre mein dringend er Rät an dich, du lernst, dass ein Auftragstief durchaus normal ist. Außerdem kann es sogar Spaß machen und deinem Business auf die Sprünge helfen. Also los, hier sind ein paar Anregungen, was du während dieser Zeiten noch tun kannst. Aber Schokolade essen darfst du trotzdem 😉

1. Erstelle Artikel im Voraus

Ich wünschte, das hätte ich schon viel früher begonnen. Dein Blog, egal ob du Artikel schreibst oder auf Instagram Bilder postest, sollte unbedingt regelmäßig bespielt werden. Wenn du wieder einen Auftrag hast oder vielleicht gleich mehrere bearbeiten musst, wirst du froh sein dir im Voraus etwas Arbeit abgenommen zu haben.

SEO Bonus: Regelmäßig neue Inhalte auf deiner Webseite erhöhen deine Chancen auf gute Positionen in den Ergebnissen der Suchmaschinen.

2. Kreiere einen Online Kurs oder ein E-Book

Hast du dich schon einmal mit dem Thema passives Einkommen beschäftigt? Das sind Einnahmen, welche du mit einmaligen Aktivitäten, dauerhaft verbuchen kannst. Beispielsweise wenn du ein Buch veröffentlichst und verkaufst oder wenn du einen Kurs erstellst und vermarktest. Das kann neben deiner Tätigkeit als Freelancer ein zusätzliches finanzielles Standbein sein, um dass du dich im besten Fall nur einmalig kümmern musst.

Jetzt hast du gerade genug Zeit darüber nachzudenken und eventuell auch erste Schritte in diese Richtung zu gehen. Und nein, nicht nur Leute aus dem Marketing oder Buchhalter geben Online Kurse, auch du hast als Designer ein enormes Wissen, dass du weiter geben kannst. Ein tolles Beispiel dafür ist das Farbcafé von Julia, wo du mithilfe eines Kurses und verschiedenen Arbeitsblättern Kalligraphie und Handlettering lernen kannst.

3. Erstelle umwerfende Portfolioarbeiten

Wenn du noch ganz am Anfang stehst sind Auftragsflauten ja quasi Alltag. Verschwende diese Zeit nicht mit Selbstmitleid, sondern richte deine Marketingstrategien kontinuierlich auf Kundengewinnung aus. Dreh- und Angelpunkt ist dein Portfolio, mit dem du deine potenziellen Kunden von dir überzeugen wirst. Also los! Hau sie um!

Solltest du immer noch sitzen und nicht angefangen haben an deinem Portfolio zu arbeiten weil du nicht weißt wie, habe ich in diesem Artikel ein paar Möglichkeiten beschrieben, die dir helfen könnten.

4. Überarbeite deinen Webauftritt

Kennst du den Spruch „Der Schuster trägt die schlechtesten Schuhe“? Gib’s zu, bei dir sieht das nicht anders aus! Als Designer habe ich prinzipiell nicht nur die höchsten Anforderungen an meine eigene Seite, sondern habe auch prinzipiell keine Zeit sie zu erfüllen. Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen die nervige Sidebar zu durchdenken, dein Portfolio populär zu präsentieren und die seit vier Monaten auf deiner To-Do-Liste vergammelnden Arbeiten an deinem Netzauftritt zu erledigen.

5. Nimm an einem Online Kurs teil

Wenn ich ausgebucht bin, kann ich mir nur die nötigste Zeit für Weiterbildung nehmen. Meistens sieht das dann so aus, dass ich spät abends und sehr (sehr) früh morgens aktuelle Artikel aus den Fachpublikationen inhaliere. Dabei begegnen mir ständig tolle Kurse und Webinare, bei denen ich wirklich gern teilnehmen möchte.

Aktuell läuft zum Beispiel das Google Analytics Bootcamp bei Blog Your Thing  an, dass ich mir gern angeschaut hätte. Jup, manchmal sollte man sich nicht darauf verlassen, dass man alles weiß nur weil man aus der Branche ist. Vorhandenes Wissen auffrischen, eigene Kenntnisse aus einem anderen Blickwinkel betrachten oder komplett Neues erlernen – du brauchst nicht in die Volkshochschule stolpern um dich weiterzubilden, es geht so viel komfortabler!

6. Mach bei einer Challenge mit

Hast du schon einmal bei einer Challenge mitgemacht? Nein? Dann hast du etwas verpasst! Bei einer Challenge stellst du dich vordefinierten Aufgaben zu einem bestimmten Thema. Anders als bei einem Online Kurs ist eine Challenge meistens kostenlos und dauert im Durchschnitt zwischen 7 und 14 Tagen. Nutze diese Angebote um deine Fähigkeiten zu erweitern oder dein Wissen rund ums Online Business auszuweiten.

Katrin Hill bietet beispielsweise eine unglaublich nützliche Facebook Challenge an, bei der du lernst das beste aus deinem Profil und deiner Fanpage herauszuholen. Stöber ein wenig bei Facebook und Instagram und du wirst erstaunt sein, was es dort alles gibt! Und im bereits weiter oben erwähnten Farbcafé gibt es eine Kalligraphie Challenge, der ich selbst verfallen bin.

7. Genieße deine Freizeit

Okay, dieser Tipp ist vielleicht nur was für die ganz harten unter euch 🙂 Aber auch wenn es schwer fällt, schwing dich auf’s Rad und mach eine Tour, irgendwohin wo du neues erleben und sehen kannst. Oder verbringe einen Tag im Spa, das entspannt Körper und den gestressten Geist. Wahlweise kannst du dich auch solange mit Energy Drinks vor ein neues PC Spiel setzen, bis dich die Lust packt zu arbeiten.

Du brauchst solche Zeiten, in denen du dich zwingst etwas für dich zu tun. Als Freelancer kommst du selten dazu, noch seltener wenn du in der Gründungsphase steckst. Wenn du Arbeit dich dann wieder hat, bist du ausgeruht und voller Tatendrang.

Anmerkung: Wenn du sehr oft unter einem Auftragstief leidest, wäre es eventuell sinnvoll mit jemandem über deine Selbstständigkeit zu sprechen. Eventuell gibt es grundlegende Dinge, die du überdenken und verbessern solltest. Je nach Branche gibt es viele gute Coaches, die dich an die Hand nehmen und dir weiterhelfen können. Gerne kannst du mich direkt ansprechen und um Hilfe bitten. Ich bin mir sicher, dass ich jemanden kenne, der perfekt zu dir passen würde. Meine Kontaktdaten findest du hier und was ich für dich tun kann dort.

Wie gehst du mit Zeiten um, in denen du keine Aufträge hast? Kannst du noch einen guten Tipp beisteuern? Dann teile ihn mit mir in den Kommentaren!

Konkurrenzdenken ausschalten: Warum dein Business kein Wettbewerb ist

Ab dem Moment, in dem wir beginnen unsere Selbstständigkeit zu planen, schlagen wir uns mit ihm herum. Der Wettbewerb. Gibt es genug Kunden in der Stadt für zwei Fotografen? Mit Verpackungsdesign Geld verdienen, wenn es schon so viele gibt? Ich verrate dir heute warum ich nach elf Jahren im Marketing der Ansicht bin, dass das alles Quatsch ist und warum du dieses Konkurrenzdenken ausschalten solltest wenn du erfolgreicher Designer werden möchtest.

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Vergleiche liegen in der menschlichen Natur

Sind wir mal ehrlich. Wir Menschen wetteifern einfach unglaublich gern. In allen nur erdenklichen Disziplinen veranstalten wir Wettbewerbe und messen wer der Beste ist. Wir vergleichen unser Mittagessen, unsere Wohnungen, den Entwicklungsfortschritt unserer Kinder oder den Sexappeal unserer Partner. Manche von uns übertreiben das ein wenig. Aber im Großen und Ganzen sind wir von Natur aus so gestrickt, dass wir uns mit anderen Menschen messen MÜSSEN. Das tun wir, um uns selbst zu definieren, um uns weiter zu entwickeln. Und das ist absolut in Ordnung.

Die logische Schlussfolgerung eines Vergleichs ist der Wettbewerb. Sind andere besser als wir, weckt das in den meisten von uns den Ehrgeiz, ihn zu übertrumpfen. Wir wollen immer schneller, intelligenter, erfolgreicher sein als unsere Nachbarn. Auch das gehört zu unserer Natur. In einem gesunden Maß versteht sich. Zweifelsohne werden wir dadurch in gewissen Beziehungen zu Konkurrenten. Wir konkurrieren mit unserem Schachpartner um den Sieg oder mit unseren Mitschülern um den Titel „Klassenbester“.

Dein Business ist kein Wettbewerb

Um was konkurrieren wir aber in unserer eigenen Selbstständigkeit? Um Kunden oder vielleicht um Anerkennung?

In meinen Coachings fällt die Sprache sehr oft auf das Thema Konkurrenz. Wenn ich manche Designer frage, wie sie denn innerhalb der Branche vernetzt sind, antworten einige erschüttert, man könne doch nicht mit der Konkurrenz reden. Es ist ein elementarer Bestandteil meiner Arbeit dieses Konkurrenzdenken auszuschalten, denn es ist so nicht zielführend.

Du bist einzigartig

Carina Herrmann von „Um 180 Grad“ schreibt in einem Artikel folgendes: „Niemand ist wie Du! Niemand schreibt wie Du, niemand redet wie Du! Und wenn Du Menschen damit begeistern kannst, wer Du bist und was Du machst, dann hast Du schon gewonnen!“ Dieser Aussage stimme ich hundertprozentig zu. Sie vernichtet in ihrem Kern bereits jeden Gedanken an Wettbewerb und Konkurrenz.

Natürlich stehst du mit deinem Angebot nicht allein auf weiter Flur. Wenn du Fotograf bist, erstellst du immer noch Bilder, so wie tausende andere, die diesem Beruf nachgehen. Aber du bist beispielsweise ein Hochzeitsfotograf, der im Raum Hamburg die romantischsten Plätze für ein Brautpaar-Shooting kennt. Außerdem hast du Erfahrungen bei einem schottischen Rockträger gesammelt, weswegen du eine ganz besondere Art und Weise hast das Paar in den Momenten zu fotografieren, in denen Sie versuchen sich in vorgegebene Posen zu begeben. Deine Bilder sind absolut einzigartig.

Verstehst du? Es gibt den Markt der Hochzeitsfotografie und diverse Mitbewerber, die diese Leistungen auch anbieten. Aber nur du hast deine Erfahrungen, deinen Stil und deine Alleinstellungsmerkmale. Deine Wunschkunden entscheiden sich für oder gegen dich, weil du bist wie du bist. Und nicht weil du mehr Fans auf Facebook hast als der Hochzeitsfotograf drei Straßen weiter.

„Meins, meins, meins … meins“

Manche Unternehmer brauchen sehr viel Zeit um zu der Erkenntnis zu kommen, dass sie keinen Krieg gegen ihre Mitbewerber führen müssen um erfolgreich zu sein. Andere wiederum lernen sehr schnell, dass es im Herzen und Geldbeutel eines Kunden Platz für verschiedene Arten von Anbietern geben kann.

Und auch in meiner Branche gibt es die einen und die anderen. Den Anstoß für diesen Artikel gab vor einiger Zeit beispielsweise ein Erlebnis in einer Facebook Gruppe. Ich freute mich sehr über die nette Gemeinschaft und begann mich gut zu unterhalten, tauschte Erfahrungen aus, erhielt Tipps und gab selbst welche. Als in der Gruppe jemand eine spezifische Frage zum Thema Suchmaschinen Optimierung hatte, dachte ich mir also nichts dabei und unterstützte die Thread Erstellerin tatkräftig bei der Lösung ihres Problems.

Moewen Findet Nemo Meins

Am nächsten Tag war ich kein Mitglied der Gruppe mehr. Dafür bekam ich eine Nachricht von der Erstellerin. Sie teilte mir folgendes mit: „Liebe Nadine, ich musste dich leider aus der Gruppe entfernen, da ich es schon sehr dreist von dir finde, dass du hier reinkommst und postest, wo du doch quasi dasselbe machst wie ich. In Zukunft werde ich niemanden mehr bestätigen, der ähnliche Leistungen anbietet. Das sind meine Kunden, das geht nicht.“

Konkurrenzdenken ausschalten und Kooperieren

Die Leiterin der Gruppe war selbst Coach. Aber obwohl wir die gleiche Zielgruppe ansprechen, also Menschen wie dich, arbeiten wir doch grundverschieden und auch unsere Hintergründe, Vorgehensweisen und Ansichten kann man nicht miteinander vergleichen. Nicht im Traum hätte ich sie als Konkurrenz angesehen, da sie meinem Wunschkunden Hilfestellungen in einem Bereich geben kann, in dem ich nicht so bewandert bin.

Aus diesem Grund befürworte ich ein offenes Verhalten unter Mitbewerbern. Keiner kann dem anderen Kunden wegnehmen, wenn er sich richtig positioniert und seinen eigenen Mehrwert kennt. Miteinander kooperieren, voneinander lernen und sich austauschen, das bringt dich voran und macht dich erfolgreich. Am Ende geht es nämlich nicht nur darum, was wir unseren Kunden bieten und wie sie uns wahrnehmen. Es geht auch darum wie wir uns selbst dabei fühlen.

Wie gehst du mit Konkurrenzdenken um? Fürchtest du dich vor Mitbewerbern oder führst du ein freundschaftliches Verhältnis zu Ihnen?

Bilder SEO: Der ultimative Leitfaden für Kreative

Ob dir Bilder SEO bereits ein Begriff ist oder nicht, hier findest du einen verständlichen Anfänger Guide zur Thematik. Ich beschäftige mich in diesem Artikel ausschließlich mit der Optimierung deiner Bilder für die Google Bildersuche. Weiter unten findest du außerdem eine Auflistung mit den wichtigsten Punkten. Und eine Schritt-für-Schritt Anleitung zum Download oder zum Einfügen als Trello Checkliste. Viel Spaß damit und lass mir doch bitte ein Feedback da, ob diese Anleitung für dich hilfreich ist!

Bilder SEO Pinterest Bild
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Bilder SEO als Teil des Inbound Marketing

Als Designer haben wir unzählige Grafiken, Fotos oder Illustrationen, die wir mit der Welt teilen möchten. Wir tun das, weil wir möchten, dass unsere Designs von so vielen Menschen wie möglich gesehen werden. Wir möchten Lob und konstruktive Kritik erhalten damit wir uns verbessern können. Und wir möchten natürlich auch unsere Leistungen verkaufen.

Marketing Maßnahmen die uns helfen dieses Ziel zu erreichen gibt es viele. Bist du aber auf der Suche nach einer nachhaltigen und kostengünstigen Methode, kommst du um Inbound Marketing nicht herum. Die Optimierung deiner Bilder für Suchmaschinen ist ein Teil dieser Strategie.

Deine Bilder in der Google Suche

Google ist nicht nur die meistgenutzte Suchmaschine, sondern besitzt auch die größte Bilddatenbank weltweit. Deine Bilder können hier auf zwei Arten gefunden werden. Einmal über die sogenannte Universal Search und über die Google Bildersuche. Beide Ergebnisse kannst du mit Bilder SEO beeinflussen.

Auf dem folgenden Screenshot siehst du die aktuellen Ergebnisse für eine Suche nach „Kinderbuchillustration“. So könnte sie z. B. ein Autor oder Verlag auf der Suche nach einem passenden Illustrator durchführen.

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So sieht das Suchergebnis der Google Suche für den Begriff „Kinderbuchillustration“ am 25. September 2016 aus.

Bei diesem Suchergebnis handelt es sich um Googles Universal Search. Neben den normalen Werbeanzeigen und Suchergebnissen in Textform, werden sehr prominent auch einige Bilder angezeigt. Du hast diese Art der Suchergebnisse sicherlich schon einmal gesehen. Vielleicht mit Biographien zu bekannten Personen oder mit Videos.

Wenn eines deiner Werke in dieser Art der Suchergebnisse auftaucht, profitierst du davon mehr als von gewöhnlichen Platzierungen. Zwischen fünf und zehnmal öfter werden diese Bilder von Interessierten angeklickt.

Und natürlich gibt es noch die reguläre Google Bildersuche, die täglich von mehr als acht Millionen Menschen genutzt wird. Hier gelten dieselben Regeln wie für textbasierte Anzeigen. Je weiter vorn, desto besser.

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Wieso musst du deine Bilder überhaupt für Google optimieren?

Hast du in Zusammenhang mit deiner Webseite schon einmal den Begriff „barrierefrei“ gehört? Eine barrierefrei Webseite ist so gestaltet, dass ihre Inhalte von jedem konsumiert werden können. Und zwar unabhängig einer Behinderung, einer Sehschwäche oder der verwendeten Technologie. Auch Suchmaschinen sind auf Barrierefreiheit angewiesen. Google ist nämlich nicht in der Lage etwas zu sehen, es ist blind.

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Google ist blind. Die wunderschönen Farben dieser Fotografie kann die Suchmaschine nicht erkennen. Du musst ihr deswegen ein wenig auf die Sprünge helfen. Erzähle ihr, was du siehst, denkst und mit diesem Bild bewirken willst, in den dir zur Verfügung stehenden Mitteln.

Wenn du nun also das Foto eines Blumenstraußes auf deine Webseite setzt, kann Google damit nichts anfangen. Du musst mit Bilder SEO dafür Sorge tragen, dass die Suchmaschine weiß, was auf deinen Bildern abgebildet ist.

Ein interessanter Link zum weiterlesen auf dem tagseoblog: „Google ist behindert“.

Maßnahmen, die du selbst durchführen kannst

Es gibt eine Reihe von Maßnahmen, die du beim Nutzen einer Bilddatei beachten solltest, wenn du mit Bilder SEO starten möchtest. Ich versuche sie dir so verständlich wie möglich zu erklären, da ich weiß, dass das Thema für dich doch noch recht neu und kompliziert ist

Bitte denke aber bei allen Optimierungsarbeiten daran, dass SEO nur bedingt eine technische Angelegenheit ist. In erster Linie arbeitest du für deine Besucher, deine Fans und deine Interessenten. Designen, texten, optimieren – das tust du nicht für Google oder hohe Klickraten. Das tust du für Menschen. Bitte vergiss das bei all deinem Ehrgeiz nicht.

1. Optimierung der Bilddatei vor dem Upload

Bevor du ein Bild auf deine Webseite lädst, gibt es schon zur Bilddatei an sich einiges zu sagen. Diese Schritte gehören bereits zum Bilder SEO und bieten ein solides Fundament für die kommenden Maßnahmen.

  1. Der Suchbegriff
  2. Zur Thematik passende Bilder
  3. Das Bildformat
  4. Der Dateiname
  5. Das Dateiformat
  6. Die Dateigröße

1.1 Der Suchbegriff

Wer bei Google nach Bildern sucht, tut das nicht grundlos. Wer mit dem Gedanken spielt sein Corporate Design zu modernisieren, sucht dort eventuell nach Inspiration. Ein Verleger verschafft sich über die Bildersuche vielleicht einen Überblick über mögliche Illustrationen und Stile. So oder so, als Designer profitierst du davon, wenn du deine Publikationen unter einen bestimmten Suchbegriff stellst.

Mache dir vor den ersten konkreten Bilder SEO Maßnahmen einen Plan über Begriffe, die in Verbindung mit deinem Bild gesucht werden könnten. Am besten nutzt du sogenannte Long Tail Keywords. Das sind Suchbegriffe, die aus drei oder mehr Wörtern bestehen und im SEO meist weniger Konkurrenten haben als Begriffe mit nur einem Wort.

Ein möglicher Suchbegriff wäre zum Beispiel „Kinderbuchillustration“. Ein Long Tail Keyword dazu wäre dann evtl. Kinderbuchillustration Comic Stil. Denke dich in die Lage deiner Zielgruppe und überlege, nach welchen Begriffen sie suchen würde.

Tipp: Hast du Probleme passende Keywords zu finden? Probiere doch einmal das kostenlose keywordtool.io aus.

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Das kostenlose Keywordtool zeigt dir nach Eingabe eines Suchbegriffs, in welcher Kombination dieses Keyword bereits gesucht wurde.

1.2 Zur Thematik passende Bilder

Da wir für Menschen schreiben und designen, darfst du dich nicht dazu hinreißen lassen Bilder zu verwenden, die zwar perfekt zu deinem Keyword Set passen würden, aber vom Inhalt nichts mit deinem Thema zu tun haben. Gerade bei Blogartikeln passiert das sehr gern. Ich habe diese Fehler früher oft gemacht und musste auf die harte Tour lernen, dass das nichts bringt.

1.3 Die Bildgröße

Sehr kleine Bilder, wie Thumbnails oder Avatare, tauchen in der Google Bildersuche nur auf, wenn die Suchanfrage sehr detailliert ist. Ich empfehle dir also deine Bilder direkt so anzupassen, dass sie auf einer Seite eine Länge von min. 300 px haben.

Allerdings kommt es auch hier wieder auf die Art des Bildes an. Ein Profilbild von dir muss nicht so groß gestaltet werden, wenn dein Design das nicht hergibt. Versuche die Richtlinien im Kopf zu behalten, während du deinen eigenen ästhetischen Gesichtspunkten folgst.

1.4 Das Bildformat

Die Google Bildersuche bevorzugt Bilder im Querformat. Also ganz anders als beispielsweise bei Pinterest, wo du mit in die Länge gezogenen Bildern Aufmerksamkeit erregen kannst. Ein 4:3 Format solltest du im Kopf behalten.

1.5 Der Dateiname

Benennst du deine Bilder um bevor du sie hochlädst? Oder landen sie als DCP_0916.jpg in deinem Backend?

Weiter oben hatte ich dir erklärt, dass Google nur verstehen kann, was auf einem Bild zu sehen ist, wenn du es mit Worten erklärst. Du erinnerst dich? Gut. Der Dateiname ist eine erste Möglichkeit für dich bei Google zu punkten. Gleichzeitig ist es meiner Ansicht nach auch die wichtigste Bilder SEO Maßnahme.

Beschreibe in deinem Dateinamen genau das, was auf dem Bild zu sehen ist. Du sollst nicht interpretieren, sondern kurz und klar beschreiben.

Denke auch daran, dass du mehrere Wörter nicht durch einen Unterstrich sondern durch einen Bindestrich trennst. So versteht Google, dass du mehrere Wörter schreibst. Eventuell hast du auch die Möglichkeit eines deiner Keywords zu verwenden, das wäre super!

1.6 Das Dateiformat

Für Bilder SEO ist es relativ egal, welches Bildformat du nutzt. Manchmal hat PNG einen Vorteil gegenüber JPG oder GIF, weil es eine geringere Dateigröße erreicht. Anna Wassmer hat einen tollen Artikel über Grafik Dateiformate geschrieben. Schau am besten dort noch einmal rein, um deine Kenntnisse aufzufrischen.

1.7 Die Dateigröße

Du weißt bereits, dass schnelle Ladezeiten für Suchmaschinen Optimierung sehr wichtig sind, richtig? Super! Um nun zu vermeiden, dass deine technisch einwandfreie Seite durch zu aufgeblähte Bilder langsamer wird, musst du die Dateigröße klein halten. Dabei darf aber die Bildqualität nicht in Mitleidenschaft gezogen werden.

Wie machst du das? Zuerst ist es wichtig die Bildabmessungen zu beachten. Und damit meine ich nicht die grundsätzliche Bildgröße aus Nr. 3. Wenn dein Bild im Vollbildmodus maximal mit 1920 x 1080 px angezeigt werden kann, ergibt es wenig Sinn es mit 3840 x 2160 px hochzuladen. Die optimale Dateigröße für das Web liegt übrigens bei +- 150 kb.

Zweiter Punkt ist das Reduzieren der Dateigröße durch spezielle Tools. Ich selbst nutze gern Riot, welches du hier kostenlos bekommst. Du lädst dein Bild ein und lässt das Tool die Dateigröße und das Dateiformat optimieren.

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Das Optimierungstool „Riot“ verkleinert dein Bild nach vorgegebenen Angaben. Auf dem Beispielbild ein JPEG um mehr als die Hälfte der ursprünglichen Dateigröße bei optimaler Qualität.

2. Optimierung auf der Webseite

Hast du es bis hierhin geschafft? Hast du ein Durchhaltevermögen! Alle weiteren Optimierungsarbeiten finden auf deiner Internetseite statt und betreffen hauptsächlich die Beschreibung deines Bildes.

  1. Upload und Ablageordner
  2. Der Bild-Titel
  3. Die Alt-Tags
  4. Die Bildunterschrift
  5. Der umgebender Text

2.1 Upload & Ablageordner

Den Pfad zu deinem Bild nennt man einen permanenten Link. Dieser ergibt sich aus deiner Domain, dem Namen deines Bildes und dem Ordner in dem es liegt. Beispielsweise „http://www.deinedomain.de/ordner/bild.png“. Achte darauf, dass die Ordner in denen deine Bilder liegen, nicht irreführend benannte sind. Lädst du ein Corporate Design in den Ordner „Zirkus“, dürfte das Google ziemlich verwirren.

WordPress organisiert deine Medien unter „wp-content/uploads“ und stellt sie in datumsbasierenden Ordner. Das ist völlig okay.

2.2 Der Bild-Titel

Der Titel eines Bildes kann durch das Title-Attribut eingefügt werden. Manche WordPress-Themes zeigen den Titel an, wenn man mit der Maus über das Bild fährt. Ist das bei dir nicht so oder nutzt du die Bildunterschrift, kannst du getrost auf den Title-Tag verzichten.

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Die Illustration dieses unglaublich süßen Langohrs, dient als Darstellung möglicher Title-Tags.

Möchtest du ihn verwenden, rate ich dir zu einem kurzen und knackigen Titel. Anders als beim Dateinamen, kann er sich auch auf dein Projekt beziehen. „Illustration eines Hasen für Klopfer GmbH“ wäre also vollkommen in Ordnung als Title-Tag.

2.3 Die Alt-Tags

Nicht verhandelbar (!) ist die Verwendung eines Alt-Tags. Sollte aus technischen Gründen dein Bild nicht angezeigt werden, erscheint der Alt Tag. Hast du diesen nicht vergeben, bleibt die Stelle leer. So verschwendest du wertvolle Bilder SEO Ressourcen. Die Suchmaschine erkennt die thematische Zusammengehörigkeit zwischen dem Bildnamen, der Ordnerstruktur und deinem Alt-Tag.

Was soll aber im Alt-Tag enthalten sein fragst du dich? Es soll das Bild beschreiben und im Idealfall auch dein Keyword enthalten. Kopiere aber nicht einfach den Dateinamen, sondern lass dir zwei Wörter mehr einfallen. Am Beispiel unseres Hasen eventuell „Illustration Hase auf grünem Hintergrund“.

2.4 Die Bildunterschrift

Nicht jeder benutzt auf seiner Webseite Bildunterschriften. Ich kenne sehr viele tolle Designs, die gänzlich auf dieses Feature verzichten. Es ist dir natürlich selbst überlassen ob du eine Unterschrift setzen möchtest. Ich rate dir aber dazu.

Im Zuge des Bilder SEO ist die Bildunterschrift so etwas wie ein erweiterter Alt-Tag. Hier kannst du dem Googlebot, der wie du weißt nichts sehen kann, erklären, was sich auf deinem Bild abspielt. Im Gegensatz zum Titel und Alt-Tag, wo du dich relativ kurz halten musst, kannst du bei der Bildunterschrift interpretieren, weit ausholen und gern einen ganzen Satz verfassen. Sein Inhalt fließt nicht nur in die Bewertung deines Bildes, sondern liefert auch deinem Besucher eine Hilfestellung.

Wordpress Medien Übersicht mit ausgefüllten Feldern
So sieht mein Title-Tag-Hase im Backend aus. Ich habe mir auch extra viel Mühe bei der kreativen Beschreibung gegeben!

2.5 Der umgebende Text

Ja, richtig. Zum Bilder SEO gehört nicht nur die Optimierung deines eigenen Bildes. Auch der Text, der in unmittelbarer Nähe steht, muss in Bezug dazu stehen. In diesem solltest du auch dein/e Suchbegriff/e unterbringen.

Fügst du also ein Bild deines Verpackungsdesigns für Naturkosmetik ein, solltest du im Text daneben nicht unbedingt über Chemtrails schreiben.

Zusätzliche Tipps

Ha! So schnell kommst du mir nicht davon! Hier sind noch ein paar gut gemeinte Tipps und zusätzliche Informationen für dich.

1. Google SafeSearch

Kennst du Google SafeSearch? Es verhindert, dass Bilder mit pornografischen Inhalten oder nicht jugendfreiem Inhalt angezeigt werden. Wenn du mit einem Bild in diesen Filter gerätst, kann es passieren, dass auch alle anderen Bilder deiner Webseite schlecht bis gar nicht positioniert werden. Egal ob sie jugendfrei sind oder nicht.

Tipp: Wenn du Designs oder Fotos erstellst, die nicht jugendfreien Inhalt haben, achte vor der Veröffentlichung darauf, dass du sie per robots.txt von der Indexierung ausschließt.

2. Verlinkungen

Links sind wichtig, um der Suchmaschine mitzuteilen, dass deine Webseite eine gewisse Wertigkeit besitzt. So verhält es sich auch mit Bildern. Verlinkst du selbst oder jemand anderes dein Bild, wirkt sich das positiv aus. Übertreib es aber nicht, Spammen wiederum ist böse!

3. Regelmäßigkeit

Google liebt neuen Content, das habe ich dir in diesem Beitrag hier bereits erklärt. Aber damit ist nicht nur Text gemeint. Auch regelmäßig neue Bilder zu veröffentlichen bringt die Vorteile. Wenn du über einen längeren Zeitraum hinweg an beispielsweise zwei Tagen die Woche neue Bilder auf deinen Blog oder deine Webseite lädst, hat das einen positiven SEO Effekt auf deine Platzierung.

4. Exif-Daten

Über Exif-Daten lassen sich Informationen direkt in ein Bild integrieren. Aufnahmedatum, -uhrzeit oder Gerätetyp der Kamera entstehen in der Regel direkt zum Zeitpunkt der Erstellung. Auch nachträglich kann man an ihnen noch Veränderungen durchführen. Mit Bildbearbeitungsprogrammen kannst du direkt im Bild noch eine Beschreibung oder Tags hinzufügen.

5. Bildrechte

Das ist zwar noch kein Rankingfaktor von Google, aber ein wesentlicher Bestandteil der Bilderverwendung. Sofern du nicht deine eigenen Bilder nutzt, solltest du unbedingt immer die Bildquelle und den Eigentümer nennen. Achte außerdem darauf, ob die nötigen Lizenzen vorliegen.

Bei Daniela von misswebdesign.at findest du eine ausführliche Liste zu lizenzfreien Bildern, die ich dir wärmstens ans Herz legen möchte.

Wie lange dauert es, bis sich in den Rankings was tut?

Meine Standardantwort, die ich jedem neuen Kunden in Bezug auf Suchmaschinenoptimierung mindestens einmal gebe: „Es kommt drauf an“.

Wie jede SEO Maßnahme, kann man sehr schwer ein Zeitfenster nennen, in denen sich positive Änderungen zeigen. Oftmals dauert es aber länger, als einem lieb ist, bis die eigene Präsenz nach oben wandert.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass frisch hochgeladene Bilder, die auch noch am selben Tag indexiert wurden, nach etwa vier bis sechs Wochen auf Position 100 bis 150 einsteigen. Innerhalb von etwa einem halben Jahr (mal mehr, mal weniger), wandert das Bild in den Suchergebnissen kontinuierlich nach oben. Manchmal bis an die Spitze, wenn man viel richtig gemacht hat.

Du siehst also, solange du keine magische Kugel hast, die dir die Zukunft vorhersagt, können weder du noch ich einschätzen, wann deine Bemühungen Früchte tragen werden. Auf jeden Fall lohnt es sich ein paar Regeln einzuhalten. Vor allem, wenn man langfristig mit einer Präsenz im Netz erfolgreich sein möchte.

Tipp: Einmal hochgeladen und beschriftet, solltest du deine Bilder am besten in Ruhe lassen. Handhabe das wie einen guten Hefeteig – das braucht Zeit zum gehen!

Mein Fazit

Mir ist klar, dass dich die Aussicht auf zusätzliche Arbeiten nicht unendlich verzückt. Natürlich verbringst du deine Zeit lieber mit kreativen Arbeiten. Aber nachdem du Stunden damit verbracht hast einen tollen Blogbeitrag zu schreiben oder deine Portfolioarbeiten zu erstellen, wäre es eine Schande, diese fünf Minuten nicht zu investieren. Es kostet dich nur wenig Zeit, wenn du verstanden hast worum es geht. Auf einen längeren Zeitraum gesehen, hast du so die Möglichkeit von viel mehr Menschen gesehen zu werden als bisher.

Solltest du aber partout keine Lust auf diesen ganze technischen Firlefanz haben, dann melde dich bei mir – ich optimiere auch deine Webseite wenn du möchtest 🙂

SEO Bonus: Als wäre die bessere Sichtbarkeit in der Google-Bildersuche nicht schon toll genug, wirkt sich ein optimiertes Bild auf deiner Webseite auch positiv auf die Positionierung deiner Webseite in den „regulären“ Suchergebnissen aus.

5 neue SEO Strategien mit denen du als Designer Beachtung findest

Es gibt unzählige SEO Strategien die dir versprechen mit deinem Portfolio auf Seite 1 bei Google zu landen. Doch genau wie die Suchmaschinen an sich, entwickelt sich auch SEO stetig weiter. Was einst eine technisch vorbelastete Marketingstrategie war, wird immer mehr zu kommunikativem Social Marketing.

Für eine gute Suchmaschinenoptimierung brauchst du kein komplettes IT-Team mehr. Viele wichtige Schritte kannst du selbst vornehmen, da sie keinerlei Kenntnisse in Programmiersprachen, sondern schlicht und ergreifend die Liebe zum eigenen Business voraussetzen.

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Neue gegen Alte SEO Strategien

Im Internet findest du SEO Ratgeber in Unmengen. Das weißt du. Ich möchte dir hier aber nicht erklären, wie du deine Portfolio Webseite oder deinen Shop so weit optimierst, dass du in Google, YouTube oder Amazon auch todsicher gefunden wirst. (Das tue ich an anderer Stelle.)

Viel lieber möchte ich dir einmal grob aufzeigen, wie sich das Thema in den vergangenen Jahren verändert hat. In vielen Ratgebern und Artikeln findest du noch Anleitungen, die absolut nicht mehr zeitgemäß sind. Folgst du den falschen Ratschlägen, wirst du eventuell nicht einmal eine Veränderung bemerken. Im schlimmste Fall aber, ruinierst du dir deine Position in den Suchergebnissen auf lange Zeit.

Was hat sich verändert?

Durch die technische Entwicklung von Google, YouTube, Facebook und Co. werden nicht nur neue Designs und moderne Logos eingeführt. Jede der Plattformen, die wir regelmäßig nutzen, möchte seinen Besuchern die bestmögliche Nutzererfahrung bieten. Du sollst auf Facebook genau die Inhalte sehen, die dich am meisten interessieren. Und auf Google sollst du zuerst die Suchergebnisse gezeigt bekommen, die dir am nützlichsten sind. Um das zu erreichen, arbeiten Entwickler fortwährend an intelligenten Algorithmen, die die gewünschten Ergebnisse für dich analysieren.

Vor ein paar Jahren musstest du eigentlich nur einen 2.000 Worte langen Text zu deinem Keyword schreiben, in dem der Suchbegriff oft genug vorkam, damit Google dich in den Suchergebnissen weit vorn platzierte. Heute ist das nicht mehr möglich, denn der Anspruch der Suchmaschinenbetreiber und der Internetnutzer hat sich parallel zu unseren Möglichkeiten entwickelt. Was zählt sind nützliche, gute Inhalte und Interaktionen zwischen dir und deiner Community.

#1 Suchbegriff vs. thematische Ausrichtung

Sich auf einen Suchbegriff zu konzentrieren ist wichtig. Nur so kannst du fokussierte Themen bearbeiten. Es reicht nur nicht mehr, deinen Text mit einer hohen Dichte dieses einen Begriffs voll zu spammen. Vielmehr kommt es auf eine thematische Dichte an. Schreibst du über Hundetraining, solltest du also auch thematisch relevante Begriffe wie Welpen, Hundeschule oder Hundeleine verwenden.

#2 Benutzererfahrung

Noch vor fünf Jahren hat es niemanden geschert, ob eine Webseite auf dem Tablet oder Smartphone gut aussah oder Ewigkeiten brauchte um vollständig zu laden. Wir sind jetzt doch etwas anspruchsvoller und Statistiken zeigen deutlich, dass Seiten, die schickes Design über Performance und Mobil Optimierung stellen, schnell wieder geschlossen werden. Das ist ein Signal für die Suchmaschinen, dass dein Content und deine Seite nicht wertvoll sind. Die Folge: Schlechte Positionierung und weniger Besucher, Fans, Kunden.

#3 reiner Text vs. Content Mix

Da die Crawler der Suchmaschinen Inhalte im Bildformat beispielsweise nicht lesen können, war es lange Zeit Gang und gebe ausschließlich auf Text zu setzen. So hat man versucht möglichst weit oben in den Ergebnissen eingestuft zu werden. Wenn du heute deine Leser (und Google?) beeindrucken willst, brauchst du schon etwas mehr als nur Text. Der Mix aus Videos, Infografiken, Whitepaper, Podcasts und vielen anderen Formaten ist der richtige Weg.

#4 Überschriften die Leser locken – nicht Google Bots

Dass du in deiner Überschrift den gewählten Suchbegriff nutzen sollst, das hast du sicherlich schon einmal gelesen. Es ist so ziemlich einer der meist-gegebenen Tipps zur Suchmaschinenoptimierung schlecht hin. Es reicht aber nicht mehr einfach mit Keywords in den Titeln um sich zu werfen. Mit deinem Titel machst du Werbung für dich. Für deine Webseite, deine Artikel, dein Portfolio. Du versuchst echte Menschen und potenzielle Fans und Kunden auf deine Seite zu locken. Wenn du also einen wahnsinnig tollen Titel erstellst, in dem das Keyword nicht hundertprozentig verwendet wurde – So what?!

#5 aktives Linkbuilding vs. Beziehungsaufbau

Zu jeder guten SEO Strategie gehören Links. Ein Link von einer anderen Webseite auf deine eigene heißt Backlink. Er zeigt an, dass deine Seite und dein Content wertvoll sind. Für erfolgreiches Suchmaschinen Marketing sind viele solcher Links notwendig. Es gab Zeiten, da hat man sich also ein Netzwerk an verschiedenen Webseiten gesucht, die sich alle gegenseitig verlinkt haben um eine bessere Positionierung und Bewertung zu erhalten. Du kannst dir denken, dass du damit heute einen Schuss in den Ofen landest oder? Richtig. Google sieht solche Sachen genauso ungern wie haufenweise Forenlinks, die augenscheinlich falsch sind oder, noch schlimmer, gekaufte Links. Ein guter, wertvoller Backlink ist ehrlich und entsteht aus einer Beziehung zwischen Webmaster und der Community. Strengst du dich also an mit deiner Zielgruppe zu kommunizieren, schreibst Gastartikel oder gibst hilfreiche Kommentare bei deinen Mitbewerbern, arbeitest du an einer nachhaltigen und langfristigen Linkstrategie, die dich definitiv weiter bringen wird.

Welche SEO Strategien wendest du an oder würdest du empfehlen?

Wie du eine Buyer Persona erstellst und deine Wunschkunden erreichst

Heute erzähle ich dir gleich zwei Sachen, die für dich und deine Freelancer Karriere einen großen Wert haben dürften. Eines davon ist eine Geschichte aus meinem eigenen Erlebnisschatz, die mir ehrlich gesagt ziemlich peinlich ist. Ich hoffe allerdings, dass du aus ihr einiges für dein Business lernen kannst.

Das andere ist eine Marketing Methode, mit der man jede Werbemaßnahme, egal ob online oder offline unglaublich stark optimieren kann. Sie ist eine der ersten Maßnahmen, die ich neuen Kunden ans Herz lege, mit Erfolg. Ich zeige dir heute Schritt für Schritt, warum diese Methode, man nennt sie „Buyer Persona“, so erfolgreich ist und wie du sie in deinem eigenen Business anwenden kannst, um effektiver und schneller an tolle, neue Kunden zu gelangen.

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Meine eigenen Erfahrungen

Ich muss gestehen, dass es mir wirklich peinlich ist, das folgende zuzugeben. Als ich meine erste Geschäftsidee in die Tat umsetzte, hatte ich keinen blassen Schimmer, was eine Buyer Persona eigentlich ist.

Mit Anfang 20 – ich war gerade fertig mit einer BWL-lastigen Ausbildung und mein Sohn war gerade 3 Jahre alt – wollte ich als Virtual Assistent arbeiten. Da ich damals für das Arbeitsamt einen Businessplan schreiben musste, stand meine Zielgruppe natürlich fest. Meine Assistentinnen-ähnlichen Dienstleistungen wollte ich an Selbstständige verkaufen, die etwa im Alter zwischen 30 und 50 waren.

um meine Gründerfähigkeiten aufzupolieren und um etwas über Praktisches Marketing zu lernen, würde ich damals in ein Existenzgründerseminar geschickt. Sechs Wochen lang musste ich dort drei mal vier Stunden alles notwendige lernen und kein Mensch (!) erzählte mir damals, dass ich eine Buyer Persona brauchen würde, um wirklich erfolgreich zu sein!

Was sind Buyer Personas?

Hätte ich damals gewusst, was eine Persona ist und wofür sie gut ist, wäre ich mit meiner Geschäftsidee wohl erfolgreich gewesen.

Ich möchte nicht, dass es dir genauso wie mir ergeht, deswegen hier eine kurze Erklärung. Eine Buyer Persona ist die Beschreibung einer fiktionalen Person. Die Beschreibung beruht dabei auf echten Daten, die von deiner Zielgruppe her kommen. Eine Persona kann sehr wenige Sätze kurz oder auch sehr umfassend sein. Manchmal wird anstatt „Buyer Persona“ dazu auch „Wunschkunden-Beschreibung“ oder „Archetyp“ gesagt.

Warum sind Personas so wichtig?

Eine Persona ist ein unglaublich nützliches Werkzeug um deine Kunden zu definieren, zu verstehen und zu erreichen. Als ich ihren Nutzen noch nicht verstanden hatte, machte ich entscheidende Fehler bei meiner Kundenansprache, die meinen Traum vom Selbstständig sein vorerst zerstörten. Ich dachte zum Beispiel, es wäre eine tolle Idee Flyer zu drucken und in unserer Stadt zu verteilen, um an erste Kunden zum kommen.Wie naiv ich war!

Ich druckte also einen Info Flyer mit meinen Dienstleistungen sowie Kontaktdaten drauf und legte sie im Supermarkt und in Restaurants aus. Dort kamen viele Menschen vorbei um so dachte ich, der ein oder andere Selbstständige würde schon dabei sein der meine Leistungen gebrauchen könnte.

Der Worst-Case

Du kannst dir vorstellen, dass das eher weniger erfolgreich war oder? Heute ist mir wirklich unangenehm zuzugeben, wie falsch ich bei meinen ersten Versuchen lag. Innerhalb von drei Monaten verteilte ich auf diese Weise etwa 1000 Flyer. Gemeldet hat sich nicht ein einziger Interessent bei mir. Was habe ich aber verkehrt gemacht und wie hättte mir die Verwendung von Personas helfen können?

  1. Falsche Ansprache meiner potenziellen Kunden

    Eigentlich hätte mir klar sein sollen, dass der minimalistisch gehaltene Flyer mit kunstvoll gezeichneten Figuren und wenig Text nicht zu meinem Vorhaben passt. Tat es aber nicht. Ich fand den Flyer total schön! Hätte ich mit einer Persona gearbeitet, hätte ich gewusst, dass mein durchschnittlicher Zielkunde männlich ist und sich eher von Referenzen überzeugen ließe, als von kunstvollem Geschnörkel.

  2. Falscher Ort für Werbung

    Kannst du verstehen, dass ich 2007 noch der Meinung war, dass ich in Restaurants und im Supermarkt Kunden finde?? *Facepalm!?* Es kam mir sehr logisch vor und war mein erster Gedanke als ich die ersten Flyer auslegte. Die Analyse meines Versagens zeigte 3 Jahre später ganz deutlich, dass ich besser auf Facebook, über eine eigene Webseite und in Unternehmer-Foren für mich geworben hätte, als auf der Straße.

  3. Falsche Darstellung meiner Person

    Das größte Risiko im Verkauf, das sagte mir vor vielen Jahren mein Vater, wäre die Ablehnung der eigenen Person. Wie vertrauenserweckend wirkt eine junge Frau, die mit offenen Haaren und einem breiten Grinsen, in legerer Kleidung posiert – auf männliche Unternehmer im Durchschnittsalter von 38 Jahren? Doch nicht nur mein verwendetes Profilbild, auch meine Ansprache in Du-Form und eine sehr zeitgenössische Wortwahl waren wohl eher kontraproduktiv.

 

Wie du in drei einfachen Schritten deine eigene Buyer Persona erstellst

So, nun habe ich genug gefaselt. Lass uns anhand eines Beispiels praktisch werden. Nimm einen Zettel und einen Stift und lass uns versuchen, deine eigene Persona zu erstellen.

Schritt 1: Sammle relevante Informationen

Erster Stolperstein, was sind relevante Informationen? Wenn du Designerschmuck herstellst, dann ist es wichtig, dass dein Kunde solvent ist, ein Gespür für Schönheit und Eleganz besitzt. Ist es wichtig, was es für eine Haarfarbe hat? Nö. Wir sammeln also nur die Infos, die wir von unserer Zielgruppe benötigen.
Dafür kannst du beispielsweise deine bisherigen Kunden anschauen und auf die gemeinsamen Nenner herunterbrechen. Bist du Teil einer Facebook Gruppe, die deine Zielgruppe beherbergt, dann stelle dort ein oder zwei Fragen und ziehe dein Resumé daraus. Orientiere dich am besten an den Leitpunkten, die das Buyer Persona Institute für die Erstellung von Personas herausgegeben hat.
  1. Hintergrund

    Name, Aussehen, Alter, Wohnort und Beruf deiner Persona sowie Angaben zu Einkommen, Familienstand

  2. Frage nach dem Grund

    Warum beauftragt der Kunde einen Designer? Warum braucht er eine Lösung und für welches Problem?

  3. Vorteile für den Kunden

    Welcher Vorteil bietet sich dem Kunden und welchen erwartet ihn?

  4. Einwand gegen dich

    Was könnte deinen Kunden davon abhalten dich zu engagieren? (denke an mein Auftreteten in 2007!)

  5. Reise deines Kunden auf dem Weg zu dir

    Auf Grundlage welcher Informationen entscheidet sich dein Kunde? Wer sind die Influencer, denen er auf der Suche nach einer Lösung begegnet sein könnte?

Schritt 2: Mit wem möchtest du gern zusammenarbeiten?

Vergiss niemals, dass es sich bei allem was du tust, um deine berufliche Zukunft dreht. Denke also daran: Mit wem möchtest du zusammenarbeiten? Welche Eigenschaften soll dein Traumkunde haben? Welche soll er auf keinen Fall besitzen? Schreib auch diese Daten mit auf!

Schritt 3: Bilde den goldenen Schnitt und erstelle eine fiktive Person

Nun hast du auf deinem Papier eine Menge an Informationen stehen oder? Nun nimmst du eine von zwei möglichen Kennzahlen und streichst dir diese am besten rot an.
Wenn du zu einem Punkt genügend Daten vorliegen hast, wählst du den Durchschnitt. Kommen 60% deiner Kunden aus der Baubranche, 10% aus der Kosmetikbranche und 30% aus dem Dienstleistungssektor, unterstreiche die Baubranche. So weit klar?
Hast du diese Daten nicht vorliegen, lasse dich von deinem Gefühl leiten. Wenn du gerade mit deinem Business gestartet bist, weißt du noch nicht, welches Alter deine Kunden haben. Dann überlege, mit Kunden welchen Alters würdest du realistisch gesehen gern zusammen arbeiten? Oder für welche Altersklasse wäre deine Leistung am realistischsten zu verkaufen? Achte aber auch auf die Zusammenhänge! Denke an eine stimmige Beziehung zwischen den einzelnen Informationen.
Mit all diesen unterstrichenen Informationen erstellst du dir jetzt eine Persona. Gib ihr einen Namen und suche dir ein passendes Bild aus, dass du an die Beschreibung deines Zielkunden heftest. So wird die Persona menschlicher, realer und fast ein wenig anfassbar.

Tipp: Schau nicht zu häufig in den Spiegel

Das ist ein sehr wichtiger Tipp, den ich dir mit auf den Weg geben möchte, denn viele meiner Kunden machen das am Anfang falsch. Wenn es darum geht sich an seinem Wunschkunden zu orientieren, verfällt man leicht in ein Spiegelverhalten. Das heißt, du wählst Eigenschaften aus, die dich selbst ausmachen und am Ende ist deine Persona quasi ein Abbild deiner selbst. In manchen Fällen mag das auch passen aber oftmals ist das nicht der richtige Ansatz. Deswegen hinterfrage deine gewählten Eigenschaften lieber ein paar Mal mehr.

Reicht eine Persona?

Wenn du deine erste Persona erstellst, wirst du dir sehr schnell die Frage stellen, ob du mehrere Buyer Personas brauchst oder ob eventuell auch eine reichen kann. Die Antwort auf diese Frage kann man nicht verallgemeinern, aber als Leitfaden gilt: Je weniger Personas du erstellst, umso besser ist es.

Der Sinn hinter einer Buyer Persona ist es ja, dass du dich auf ganz spezielle Details deiner Kunden konzentrierst. Dadurch sollst du sie besser kennen lernen. Je mehr Personas du erstellst, desto schwieriger wird das werden.

Protipp: Wenn du dein Marketing gerade auf dem Kopf stellst, um mehr Kunden für dein Design Businss zu bekommen oder etwas Struktur hinein zu bringen, solltest du dich erst einmal auf eine einzige Wunschkunden-Beschreibung erstellen. Konzentriere dich auf eine Zielgruppe um fokussiert deine Werbestrategie aufzubauen. Deine Kunden werden es dir danken.

Buyer Persona Beispiele

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Erstelle deine eigene Persona!

Nun bin ich sehr gespannt was du aus meinen Tipps zur Persona mitnimmst. Hast du verstanden, dass alles was du unternimmst um neue Kunden zu bekommen abhängig davon ist, wie du jemanden ansprichst? Und dass du das nur herausbekommst, wenn du weißt, wen du ansprechen willst? Und wenn ja, wer ist deine Persona, magst du sie mir in den Kommentaren vorstellen? Ich bin sooo gespannt!

Wie du mit Kunden umgehst die von dir kostenlose Arbeit fordern

Wenn du bereits eine Zeit lang als selbstständiger Designer arbeitest, wirst du die folgende Situation eventuell schon einmal erlebt haben.

„Irgendwie ist mir die Startseite jetzt doch zu bunt und die Schrift auch viel zu groß. Außerdem steht das Logo viel zu weit oben, das sieht man gar nicht richtig wenn man runter scrollt. Das sollte nicht so lange dauern, ändern Sie das doch bitte im Rahmen unseres Vertrages, ok?“

Eine Mail mit diesem Wortlaut bekam einer meiner Klienten, ein junger Webdesigner. Der Kunde war einer seiner Ersten als Freelancer, trotzdem lag das Projekt bereits mehrere Wochen zurück. Nachdem er sich stundenlang aufgeregt hatte, bekam er es mit der Angst zu tun. Was wenn der Kunde schlecht über ihn redete, sollte er die Änderungen nicht ausführen? Oder zum Anwalt geht? Was wenn er Recht bekommt? An diesem Punkt bekam er es wirklich mit der Angst zu tun, kontaktierte mich und war schon fast soweit alles hinzuschmeißen. Gemeinsam erarbeiteten wir eine Strategie für Fälle wie diesen, die ihm etwas mehr Gelassenheit mit auf den Weg geben würden. Da ich denke, dass du sicherlich schon einmal eine solche Situation erlebt hast oder irgendwann erleben wirst, möchte ich dir ein paar Tipps geben.

 

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Nimm es als das was es ist: Eine Frage

Dein Kunde fragt dich, ob du etwas umsonst tun könntest. Okay. Was ist es, dass dich so aus der Fassung bringt und warum regt es dich so auf?

Es ist für uns als Designer, Grafiker, Fotografen und generell als Kreative fast schon eine beleidigende Frage geworden. Wir assoziieren mit einer Frage nach kostenloser Arbeit irgendwie immer die Unterstellung, dass unsere Arbeit nichts wert sei. Als sei ein Webdesign weniger Wert als ein Laib Brot, welches wir nicht mal jenseits des Haltbarkeitsdatums kostenlos bekommen würden. Wir projizieren in diese kleine Frage hinein, dass der Kunde uns nicht respektiert, unsere Arbeit und unsere Leistung nicht würdigt.

Aber ist das tatsächlich so? Ist es am Ende nicht einfach nur eine Frage? So wie wir als Kinder unsere Eltern kurz nach dem Essen nach Süßigkeiten gefragt haben? Natürlich wussten wir das wir nichts bekommen aber, Fragen schadet ja nicht. Verstehst du was ich meine?

Behalte Abstand zu deinen Emotionen

Emotionen haben in deiner Antwort auf die Frage deines Kunden nichts zu suchen. Aus deiner Wut, Verzweiflung oder Angst heraus, wirst du nicht in der Lage sein die richtigen Worte zu finden. Sollte die Anfrage wie bei meinem Klienten per E-Mail eingetroffen sein, nutze eine E-Mail Vorlage für Fragen dieser Art, das macht es leichter mit etwas Abstand auf die Sache zu blicken.

Generell solltest du bei deiner Wortwahl darauf achten, dass du deinem Kunden nichts unterstellst, ihn als böse, dumm oder arrogant dastehen lässt. Auch würde ich dir raten ihm nicht zu erklären, wie wichtig deine Arbeitszeit ist, dass auch er nicht umsonst arbeiten würde und dass er sich überhaupt gern einen Studenten suchen könne, der ihm seine kostenlose Arbeit aus „Spaß“ gern erledigt. Alles schon gesehen 🙂

Deine Antwort sollte im Gegenteil professionell und plausibel sein. Du solltest versuchen, ihm nett verständlich zu machen, warum kostenlose Arbeit nicht zur Diskussion steht. Das Verhältnis zu deinem Kunden sollte durch deine E-Mail nicht zu einem Machtspiel werden. Diese Beziehung sollte wenn möglich auch zukünftig weiter bestehen. Immerhin möchtest du weiter empfohlen werden und neue Aufträge aus einer bestehenden Beziehung schöpfen. Reagierst du jetzt falsch, ist die Beziehung zu diesem Kunden Matsch.

Nutze ein Template für Standard-Anfragen

Hier ist ein Email Template, das ich meinen Kunden in diesem Fall empfehle. Indem du nicht direkt auf das Thema „kostenlos Arbeiten“ eingehst, stößt du deinen Kunden nicht vor den Kopf. Du bleibst aber bestimmt was den Wert deiner Arbeit angeht. Wenn dein Kunde intelligent ist, bemerkt er schnell, dass er mit seiner Frage einen Schritt zu weit gegangen ist und wird dir innerlich danken, dass du so professionell darauf reagiert hast.

Hallo __,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Ich freue mich, dass Sie an mich gedacht haben. Ihre Webseite habe ich mir angesehen und verstehe, wovon Sie sprechen. Ich würde mich freuen Ihnen für meinen Stundenlohn in Höhe von X€ zu helfen. Aufgrund der zu erledigenden Arbeiten schätze ich den Gesamtaufwand auf etwa X€.

In etwa einer Woche habe ich wieder freie Kapazitäten, sodass ich mich Ihrem Projekt widmen kann. Sobald ich Ihr Okay habe, starte ich und sende Ihnen eine entsprechende Rechnung zu!

Vielen Dank und mit freundlichen Grüßen,

Dein Name

Rechtliche Absicherung

Wie sieht das aber von der rechtlichen Seite aus? Eventuell hat dein Kunde ein Recht darauf, dass du kostenfrei etwaige Änderungen an seinem Projekt vornimmst.

Aufgrund der rechtlichen Gegebenheiten in Deutschland, bezogen auf Garantien und Gewährleistungen, ist es wichtig sich mit einem ordentlichen Vertrag bereits zu Beginn der Zusammenarbeit abzusichern.

Im Beispiel meines Klienten, hätte der Kunde gar kein Recht auf kostenlose Änderung gehabt. Ein fehlerhaftes Design, also etwas das ihm nicht gefällt, wäre ein sogenannter offensichtlicher Mangel. Diesen hätte der Kunden sofort reklamieren müssen, was er aber nicht getan hat. Mehrere Wochen später hat er keine Chance mehr auf eine kostenfreie Änderung. Wenn man aber als Freelancer erstmals vor einem solchen Problem steht, kann man das natürlich nicht wissen.

Wie sieht das bei dir aus?

Was sagst du, wenn ein Kunde nach Abschluss eines Designprojektes nach kostenlosen Änderungen fragt? Gibst du nach und greifst ihm kostenfrei unter die Arme, auch bei größeren Arbeiten? Oder antwortest du nicht und versuchst so seiner Frage aus dem Weg zu gehen? Schreib´s mir in die Kommentare, ich freue mich auf deine Antwort!

 

 

Wie du jetzt dein Designer Portfolio erstellen kannst und so deinen ersten Kunden bekommst

Die Wahrheit ist, so ziemlich jeder Kunde, der einen Freelancer Job im Bereich Design zu vergeben hat, will ein Portfolio sehen. Und alle diejenigen, die keines verlangen, sollten besser nicht zu deiner Zielgruppe gehören.

Kennst du dieses Gefühl? Du findest ein wirklich tolles Jobangebot für Design Freelancer, das wie für dich gemacht scheint. Du liest die Beschreibung, Anforderung, Briefing, alles wahnsinnig toll. Und dann erreichst du die Zeile in der steht: „Bitte senden Sie uns zur ihr Designer Portfolio zu.“. Kawumm!

Okay, wenn du bereits ein aussagekräftiges Portfolio hast ist das kein wirkliches Problem. Aber was ist mit den Designern, die noch ganz am Anfang ihrer Freelancer Karriere stehen? Die, die nichts anderes vorzuzeigen haben als Ihren Enthusiasmus und ihre Freude auf was da kommen mag?

Die Wahrheit ist, so ziemlich jeder Kunde, der einen Freelancer Job im Bereich Design zu vergeben hat, will ein Portfolio sehen. Und alle diejenigen, die keines verlangen, sollten besser nicht zu deiner Zielgruppe gehören. Sorry Babe.

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Gute Kunden MÜSSEN dein Portfolio sehen

Warum das so ist? Weil die potenziellen Kunden natürlich wissen wollen, was du bereits umgesetzt hast. Sie wollen sehen, was du drauf hast, welchen Stil und welche Handschrift du hast. Und ob du wirklich schon mal ein Logo gestaltet hast, so wie du sagst. Immerhin sollen sie dir am Ende auch Geld für deine Arbeit bezahlen. Da ist es nur fair, ihnen von vornherein ein wenig die Angst vor der „Katze im Sack“ zu nehmen. Oder nicht?

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Nun hast du von diesem Wissen aber immer noch kein Wow-Portfolio, dass du deinem Auftraggeber in spe zeigen kannst. Eventuell bist du auch noch nie vorher für eine Arbeit bezahlt worden. Ich zeige dir fünf getestete Möglichkeiten zeitnah und einfach ein Portfolio zu zaubern.

#1 Erstelle maßgeschneiderte Einzelstücke

Aufwand: gering

Das ist der erste Tipp den ich ratsuchenden Designern gebe, wenn sie mich um Hilfe bei der Kundenakquise bitten. Wenn es dir auch nur annähernd so geht, dann willst du wissen, wie du an Jobs kommst ohne auch nur eine einzige Portfolioarbeit zu haben, die beweist dass du fähig bist in dem was du tust.

Ich empfehle dir also, zwei bis drei „gefakte“ Kundenarbeiten zu erstellen, die du deinem Portfolio hinzufügen kannst. Als Webdesigner könntest du hier ein Blogdesign entwerfen oder eine Landingpage. Es könnte aber auch ein Logo, ein Briefbogen oder ein Blogpost sein. Denke dabei aber an folgende Punkte:

  1. Wer ist dein idealer Kunde? Was ist sein Ziel? Da du dir den Kunden ausdenkst, für den du dieses Design erstellst, musst du ihn dir sehr gut vorstellen können.
  2. Welche Art von Arbeiten möchtest du machen? Wenn du keine Lust hast Logos zu designen, dann erstelle auch keine für dein Portfolio!
  3. Wo liegen deine Fähigkeiten? Dein Portfolio soll Kunden von deinem Kenntnisstand überzeugen. Stell also sicher, dass deine Arbeiten diese auch zeigen.

Protipp: Wenn es dir schwer fällt aus dem Stegreif ohne Vorgaben eine Kundenarbeit zu simulieren, schau dich etwas bei designenlassen.de um. Hier findest du echte Briefings von echten Kunden. Such dir ein passendes Briefing aus und nutze es als Leitfaden für dein Musterstück.

#2 Setze kreatives Guestposting ein

Aufwand: hoch

Gästepostings sind ein gängiges Mittel für Autoren und Blogger. Sie sind eine tolle Möglichkeit um sich zu positionieren oder die eigene Reichweite zu erhöhen. Gästepostings können aber auch einem Schreibfaulem Nicht-Blogger auf die Sprünge helfen.

Als Logodesigner weißt du zum Beispiel genau, warum es sinnvoll ist, verschiedene Logoversionen zu erstellen. Weiß das aber deine Zielgruppe auch? Erstelle eine Bilderserie, aus der dieser Nutzen erkennbar hervorgeht. Veröffentliche sie auf einem Blog oder in einem Magazin, das deine Zielgruppe erreicht.

Ein weiteres Beispiel? Als Illustrator für Kinderbücher könntest du einen Comic entwerfen in dem du den Entstehungsprozess eines Buches zeigst.

Dass du selber nicht bloggst heißt nämlich nicht, dass du deinen Content nicht in die Welt hinaustragen kannst. Überlege dir eine gute Idee, suche nach relevanten Plattformen und stelle eine überzeugende Anfrage an den Betreiber.

Protipp: Suche bei Buzzumo nach ähnlichen Vorhaben in Stichpunkten und nehme Kontakt zu den gelisteten Webseitenbetreibern auf. Auf der linken Seiten kannst du unter „Language“ die Suchergebnisse auf Deutsch stellen und beziehst damit nur deutsche Seiten, über die eventuell ein Guestposting möglich wäre.

Buzzumo Screenshot
Buzzumo kann eingesetzt werden um Plattformen für Guestpostings zu finden.

#3 Biete kostenlose Arbeiten an

Aufwand: gering

Bei kostenlosen Arbeiten scheiden sich die Geister. Natürlich soll kostenlose Arbeit kein Dauerzustand sein. Aber du stehst ganz am Anfang deiner Karriere und möchtest dir ein Portfolio aufbauen. Wenn du es geschickt anstellst, ist deine Arbeit auch nicht umsonst. Selbst wenn du dafür kein Geld bekommst. Mit zwei oder drei Aufträgen dieser Art reicherst du dein Portfolio um weitere kreative Stücke an.

Wo findest du kostenlose Arbeit:

  • Blogger & Influencer in deiner Zielgruppe
  • Arbeite für gemeinnützige Vereine oder Non-Profit Organisationen
  • Frage bei lokalen, kleinen Unternehmen an

Achte bei der Auswahl deiner potenziellen Kunden darauf, dass es sich um Unternehmen oder Vereine handelt, die eine hohe Reichweite innerhalb deiner Zielgruppe haben. Denn deine Arbeit ist natürlich um einiges mehr wert, als die reine Erlaubnis das Werk in deinem Portfolio zu nutzen. Du möchtest außerdem gern weiter empfohlen werden!

Protipp: Gehe von vornherein ganz offen mit deinen Wünschen um und signalisiere, dass du einmalig etwas ohne Entgelt kreieren würdest, du dafür aber gern zwei direkte Empfehlungen haben möchtest. Auch die Rahmenbedingungen (Umfang der Arbeiten, Kontaktperson, Kontaktart, etc.) solltest du klar abstecken. Behandele diese Auftraggeber wie zahlende Kunden und du wirst von ihrem Feedback profitieren.

#4 Fang an zu bloggen

Aufwand: mittel

Natürlich ist bloggen eine tolle Möglichkeit den eigenen Expertenstatus zu untermauern. Durch regelmäßige Blogposts generierst du eine hohe Reichweite und machst deine Zielkunden auf dich aufmerksam. Der Blog dient dir aber zeitgleich auch als erweitertes Portfolio.

Du könntest über alle möglichen Themen bloggen, die in Zusammenhang mit deiner Zielgruppe stehen. Dabei ist es nicht unbedingt notwendig, direkt zu „schreiben“. Sei kreativ und überlege dir andere Konzepte. Hier ein paar Ideen für alternative Bloginhalte:

  • Abgeschlossene Kundenaufträge
  • wöchentliche Comics oder Illustrationen
  • Regelmäßige Kurzvideos vom Enstehungsprozess deiner Designs
  • Sneak-Peak´s deines Designprozesses

#5 Nutze deine Webseite

Aufwand: mittel bis hoch

Wenn es dir ernst ist mit deiner Designer Karriere als Freelancer, hast du sicherlich eine eigene Webseite. Du weist schon, eine auf der du zeigst wer du bist und was du kannst, wie man dich erreichen kann usw.? Eventuell nutzt du deine Webseite auch um dein Portfolio zu hosten.

Wie du es auch hältst, versuche deine Skills in die Webseite einfließen zu lassen. Nutze sie so als weiteres Stück Portfolioarbeit.

Vielleicht designst du die Webseite selbst oder nutzt Bilder deines Handletterings für die Überschriften. Vielleicht kreierst du als Illustrator verschiedene Elemente, die du in die Gestaltung einfließen lässt. Oder du bestichst mit einem klaren Corporate Design aus deiner eigenen Feder.

Noch Fragen?

Welchen Umfang sollte dein Designer Portfolio haben?

Dein Portfolio sollte mindestens aus drei Probearbeiten bestehen. Wenn du eine der oben beschriebenen Varianten nutzt, hast du diese in kürzester Zeit zusammen.

Wenn du bereits ein wenig im Geschäfts bist, solltest du deine Kunden nach Auftragsabschluss immer fragen, ob du das Stück auch in deinem Portfolio zeigen darfst. Generell sollte ein ausdrucksstarkes Designer Portfolio ungefähr acht bis zwölf Arbeiten zeigen, auf die du besonders stolz bist oder die dich besonders gut widerspiegeln. Es ist vollkommen okay, immer mal wieder Arbeitsproben auszutauschen.

Eine Besonderheit tut sich auf, wenn du mehr als eine Art von Design ausübst. Erstellst du beispielsweise Webdesigns UND Logos, dann lohnen sich zwei Portfolios. Das erfordert auch die doppelte Anzahl der empfohlenen Arbeitsproben.

Wie solltest du dein Portfolio gestalten?

Es gibt sicherlich eine Milliarde Möglichkeiten dein Portfolio zu layouten. Auch hier gilt am Ende des Tages wieder, dass es dir gefallen und zu dir passen muss.

Gut einsehbar sollte es auf jeden Fall sein. Verschickst du einen Link zu deinem Onlineportfolio, sollte der Kunde nicht erst x-mal klicken müssen, um es sehen zu können.

Abschließende Gedanken zum Designer Portfolio

Dein Freelancer Portfolio ist neben deiner Art und Weise mit potenziellen Kunden umzugehen und zu sprechen, der wichtigste Punkt im Werben um einen Job. Nimm die Erstellung deiner Probearbeiten also nicht auf die leichte Schulter. Mach dir Gedanken darüber, wer deine Zielkunden sind und wie du ihnen helfen kannst.

Sei kreativ und mutig, professionell und vor allem du selbst. Wenn dein Portfolio das widerspiegelt, hast du die besten Chancen deinen ersten zahlenden Kunden zu ergattern!

Hast du noch andere Portfolio-Ideen? Schreib mir in die Kommentare oder per Twitter an @dinestaps und ich nehme sie hier mit auf! Auch kannst du dein fertiges Portfolio hier gern verlinken (gratis Backlink, 😉 Woohoo!)

Freelancer werden: 5 echte Gründe für den Arbeitsausstieg

Auch den Weg zum Freelancer werden hatte ich mir leichter vorgestellt. Angetrieben haben mich vor allem fünf Gründe, von denen ich dir gern erzählen möchte. Jedes Mal, wenn ich keinen Bock mehr hatte oder dachte ich sei der größte Looser, habe ich sie mir angesehen. Und weiter gemacht.

Vor wenigen Tagen las ich den verblüffenden Artikel einer ehemaligen Kundin auf Facebook. Sie schrieb dort von einer Studie, bei der man 30-jährige nach Ihrem Berufsleben befragte. Für mich erstaunlich war, dass 42 % aller Teilnehmer angaben, selbstbestimmter arbeiten zu wollen. Weitere 33 % gaben an, darüber nachzudenken Freelancer zu werden. Wow!

Es gibt viele Menschen, die nicht in reguläre Arbeitsstrukturen zu passen scheinen. Das bestätigen mir schon meine eigenen Erfahrungen. In den letzten Jahren habe ich selbst viele Designer begleitet, die den Wunsch hatten Freelancer oder Freiberufler zu werden. Welche Hürden bei der Existenzgründung vor einem liegen kann man anfangs nicht mal erahnen. Dennoch ist das was man hinter sich lässt, oftmals grausam genug um stur nach vorn zu schauen ;).

Ich habe einen Großteil meines Lebens als Angestellte verbracht und war nie glücklich damit. Auch den Weg zum Freelancer werden hatte ich mir leichter vorgestellt. Angetrieben haben mich vor allem fünf Gründe, von denen ich dir gern erzählen möchte. Jedes Mal, wenn ich keinen Bock mehr hatte oder dachte ich sei der größte Looser, habe ich sie mir angesehen. Und weiter gemacht.

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Nr. 1: Abhängigkeit macht mich wortwörtlich krank

In den vergangenen zwölf Jahren hatte ich neun verschiedene Arbeitgeber. Jup. Neun. Einen dieser Jobs verlor ich, weil mein Chef Gelder veruntreute anstatt Lieferanten zu bezahlen. Als eines Tages die Kripo meinen PC einpackte, hatte ich bereits drei volle Monate keinen Cent mehr gesehen.

Die darauf folgende Anstellung bei einem Unternehmen als Personalassistentin war anfangs wirklich interessant. Ich arbeitete sehr engagiert und durfte mich im Gegenzug weiterbilden. Meine Vorgesetzten förderten mich sogar mit Extra-Aufgaben und Bildungsreisen. Leider war ich damit meiner Abteilung ein Dorn im Auge und ich musste lernen, was Mobbing am Arbeitsplatz eigentlich bedeutet. An meinem letzten Arbeitstag schrie meine Chefin mich zwanzig Minuten lang an und beleidigte mich aufs Gröbste. Diese neun Monate Mobbing machten mich sehr depressiv und bescherten mir zwei zusätzliche Kleidergrößen.

Ein anderer Arbeitgeber zwang mich unter Androhung der sofortigen Kündigung dazu, Kunden zu belügen und zu hintergehen. Im Vertrieb sollte ich Produkte an den Mann und die Frau bringen, die das meiste Geld für den Vermittler brachten. Da ich aus Überzeugung den Kunden helfen wollte, befand ich mich in einem üblen Dilemma. Aus lauter Angst vor meinen Vorgesetzten wurde ich schwer krank und erhielt daraufhin eine fristlose Kündigung.

Ich könnte dir noch von anderen Jobs erzählen, in denen ich als Vertriebsassistentin Toilettenböden schrubben musste. Von einer Tätigkeit als Marketingfachfrau bei der ich drei Monate in einem 6 °C kaltem Raum arbeiten musste. Und so weiter. Diese Erfahrungen häufen sich in meinem Lebenslauf und ich habe dadurch eines bitter lernen müssen. Es gibt nichts unberechenbares als einen Arbeitgeber. Er allein behält sich vor dich zu bezahlen, unangekündigt rauszuschmeißen oder dich zu Arbeiten zu zwingen, die unter deiner Würde sind.

Natürlich kann man immer kündigen oder einen Anwalt beauftragen sagst du? Logisch, mit einem Ersatzjob in der Hinterhand. Aber wenn du den nicht hast, du keine finanziellen Rücklagen aber ein Kind zu ernähren hast? So einfach ist das nicht, Baby! Da heißt es Augen zu und durch.

 

Nr. 2: Acht Stunden Arbeiten und Produktivität sind nicht das selbe!

Meine Vorstellung von Produktivität deckt sich absolut nicht mit der der meisten Arbeitgeber. Ich kann eine einfache SEO Analyse in vier Stunden erarbeiten. Ich kann für dieselbe Arbeit aber auch acht Stunden brauchen, wenn ich diese Zeit füllen muss.

Das System von Arbeitszeit gegen Geld habe ich noch nie wirklich verstehen können. Es ist doch die absolute Ressourcen-Verschwendung, wenn ich Mitarbeiter für acht Stunden Leistung bezahle und diese nur vier Stunden effektiv arbeiten. Den Rest der Zeit ist man halbherzig bei der Sache, weil man ausgepowert ist. Oder weil es zu warm ist, das Essen schwer im Magen liegt und man müde ist. Oder aber weil man einfach zwischen 12 und 14 Uhr ein genetisch bedingtes Tief hat.

Nicht selten habe ich entweder bereits ab elf sehnsüchtig auf die Uhr geschaut. Oder aber bis weit nach Feierabend allein im Büro gesessen, weil ich so vertieft in mein Projekt war, dass ich es nicht liegen lassen konnte. Das reguläre Arbeitsstunden-Zeit-Modell ermüdet mich und nimmt mir den Spaß am produktiven Arbeiten. Als Freelancer ist es meinem Auftraggeber herzlich egal wann ich seinen Webauftritt optimiere.

 

Nr. 3: Ich kann nicht in einem Büro arbeiten

Für viele Leute ist der Gedanke an ein Homeoffice allein bereits grausam. Keine Kollegen zu haben und keine feste Struktur, das bringt viele durcheinander. Bei mir ist das anders. In einem Büro mit vielen Menschen zu sitzen, die alle gleichzeitig miteinander reden, telefonieren, tippen, herumlaufen, Kaffee kochen – das ertrage ich nicht. Ich arbeite konzentrierter auf einer Großbaustelle bei monotonem Baggerlärm, als in einem geteilten Büro!

Gut, ich bin ein kleines Sensibelchen, aber in meinem kleinen Reich nervt niemand, kann ich das Telefon abschalten und mich ganz auf meine Arbeit konzentrieren. Die ist dann auch in einem Rutsch erledigt, siehe Punkt 2 🙂

Ach, ein weiterer Vorteil für mich am Freelancer sein: Ich lebe in einem Dreieck zwischen Hamburg, Kiel und Lübeck. Jede dieser Städte ist etwa 100 km von mir entfernt. Das heißt etwas mehr als zwei Stunden Fahrtzeit pro Tag müsste ich für einen Job in meiner Spezialisierung in Kauf nehmen, um einen 9-5 Job in einem lärmenden Büro anzunehmen, in dem ich 50 % der Zeit unproduktiv arbeite. No way!

Nr. 4: Meine Familie

Der wichtigste Punkt für mich ist meine Familie. Erwähnte ich früher in Vorstellungsgesprächen, dass meine Kinder für mich immer meinem Job vorgelagert sein werden, erntete ich regelmäßig böse Blicke. Aber hey, es ist so!

Mein großer Sohn musste aufgrund meiner Ausbildung ab seinem ersten Geburtstag jeden Tag von 7-17.30 Uhr in einem Kindergarten betreut werden. Fünf Jahre lang habe ich ihn unter der Woche täglich nur zwei bis drei Stunden sehen können. Viele Mütter und Väter können sich vorstellen, wie schwer das für mich war und wie viele Vorwürfe ich mir all die Jahre deswegen gemacht habe. Trotzdem war ich immer bei ihm wenn er krank war, auch wenn mich das einen meiner neun Jobs kostete.

Seine Schwester ist nun fast ein Jahr alt. Vereinbarkeit von Familie und Beruf? Als Freelancer für mich absolut möglich. Freizeitaktivitäten und Hobbys sind Dinge, auf die ich temporär absolut verzichten kann ohne unglücklich zu sein. Mein Mann, meine Kinder und eine erfüllende Arbeit – das sind Dinge die für mich essentiell sind.

Nr. 5: Ich bin nicht gern austauschbar

Entschuldige meine Ehrlichkeit, aber Mitarbeiter sind austauschbar. Wenn du krank wirst und nicht mehr arbeiten kannst, wirst du ersetzt. Du bekommst ein Kind und wirst du ersetzt. Deinem Chef gefällt deine Haarfarbe nicht, dann wirst du ersetzt. Entweder machst du was man von dir will oder du bist weg vom Fenster.

Aber warum ist das so? Liegt es daran, dass „da draußen hunderte sind, die deinen Job machen könnten„? Eine Arbeitsstelle hat vordefinierte Aufgaben, Strukturen in denen du dich bewegen darfst und klare Abgrenzungen zu den Aufgabenbereichen der Kollegen. Wenn Sekretärin A und Sekretärin B also die gleiche Ausbildung genossen haben und demnach dieselben Fähigkeiten besitzen, sind sie einfach zu ersetzen. Das ist natürlich alles sehr sinnvoll und in einem Unternehmen sehr wichtig, weil wie soll das Rad sonst laufen?

Ich fühle mich nicht wohl, wenn ich in meinem Wirkungskreis beschränkt werde und überschreite auch meine Kompetenzen wenn es dem Ergebnis hilft. Als Alrounder fühle ich mich wohl, wenn ich auch einmal vor der Herausforderung stehe, etwas nicht zu verstehen. Die Freiheit mich dann stundenlang nur mit diesem einem Problem zu befassen, etwas Neues zu lernen und dann dieses Hochgefühl zu verspüren, wenn ich es bewältigt habe, das liebe ich.

Außerdem macht mich diese Eigenschaft zu einem NICHT-austauschbaren Individuum und Business Coach.

 

Fazit

Auch wenn der Weg zum Freelancer Dasein oder zum digitalen Nomadentum sehr steinig und schwer ist, für mich lohnt es sich. Kannst du die oben stehenden fünf Punkte nachvollziehen? Geht es dir vielleicht genauso oder ähnlich? Als Designer bringst du an sich alle Voraussetzungen für einen ortsunabhängigen Job mit. Und wenn du meinen Blog liest, hast du zumindest schon mit dem Gedanken gespielt als Freelancer tätig zu werden. So wie in der anfangs erwähnten Statistik 🙂

Schreib´s mir in die Kommentare, wo stehst du auf deinem Weg und was treibt dich dabei am meisten an?