Auftragstief? 6 einfache Ideen für weniger Selbstmitleid und mehr Produktivität

kalender mit aufträgen

Als Freelancer haben wir das doch alle schon einmal erlebt. Wir arbeiten gerade noch an einem Auftrag und plötzlich stehen wir da und haben irgendwie rein gar nichts zu tun. Ein Auftragstief. Das ist total beängstigend, vor allem finanziell aber auch emotional. Wenn du ein bisschen so bist wie ich, befindest du dich nach spätestens 48 Stunden in einem Zustand, der maximal noch zulässt dass du in Selbstmitleid versinkend auf dem Sofa hockst und dich fragst, was du dir eigentlich dabei gedacht hast dich selbstständig zu machen. Du wirst ja eh niemals erfolgreich werden!

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Nach drei Tafeln Schokolade und einem halben Liter Wein hast du deine 12-Weeks-Body-Chance-Regeln gebrochen und schon wieder „Die Höhle der Löwen“ in der Mediathek angeschaut um dich noch mehr zu bemitleiden (weil die das ja irgendwie hinkriegen!?). Am nächsten Morgen fällst du mehr schlecht als recht aus dem Bett und denkst über einen Karrierewechsel nach. Vielleicht brauchen die im Aldi, Lidl oder Rewe noch wen zum Regale einräumen?

Wenn du diesen Prozess ein paar Mal durchlebt hast, wirst du an den Punkt gelangen, an dem du dich entscheiden musst. Entweder du schmeißt die Flinte ins Korn und gibst deine Tätigkeit als Freelancer auf, oder, und das wäre mein dringend er Rät an dich, du lernst, dass ein Auftragstief durchaus normal ist. Außerdem kann es sogar Spaß machen und deinem Business auf die Sprünge helfen. Also los, hier sind ein paar Anregungen, was du während dieser Zeiten noch tun kannst. Aber Schokolade essen darfst du trotzdem 😉

1. Erstelle Artikel im Voraus

Ich wünschte, das hätte ich schon viel früher begonnen. Dein Blog, egal ob du Artikel schreibst oder auf Instagram Bilder postest, sollte unbedingt regelmäßig bespielt werden. Wenn du wieder einen Auftrag hast oder vielleicht gleich mehrere bearbeiten musst, wirst du froh sein dir im Voraus etwas Arbeit abgenommen zu haben.

SEO Bonus: Regelmäßig neue Inhalte auf deiner Webseite erhöhen deine Chancen auf gute Positionen in den Ergebnissen der Suchmaschinen.

2. Kreiere einen Online Kurs oder ein E-Book

Hast du dich schon einmal mit dem Thema passives Einkommen beschäftigt? Das sind Einnahmen, welche du mit einmaligen Aktivitäten, dauerhaft verbuchen kannst. Beispielsweise wenn du ein Buch veröffentlichst und verkaufst oder wenn du einen Kurs erstellst und vermarktest. Das kann neben deiner Tätigkeit als Freelancer ein zusätzliches finanzielles Standbein sein, um dass du dich im besten Fall nur einmalig kümmern musst.

Jetzt hast du gerade genug Zeit darüber nachzudenken und eventuell auch erste Schritte in diese Richtung zu gehen. Und nein, nicht nur Leute aus dem Marketing oder Buchhalter geben Online Kurse, auch du hast als Designer ein enormes Wissen, dass du weiter geben kannst. Ein tolles Beispiel dafür ist das Farbcafé von Julia, wo du mithilfe eines Kurses und verschiedenen Arbeitsblättern Kalligraphie und Handlettering lernen kannst.

3. Erstelle umwerfende Portfolioarbeiten

Wenn du noch ganz am Anfang stehst sind Auftragsflauten ja quasi Alltag. Verschwende diese Zeit nicht mit Selbstmitleid, sondern richte deine Marketingstrategien kontinuierlich auf Kundengewinnung aus. Dreh- und Angelpunkt ist dein Portfolio, mit dem du deine potenziellen Kunden von dir überzeugen wirst. Also los! Hau sie um!

Solltest du immer noch sitzen und nicht angefangen haben an deinem Portfolio zu arbeiten weil du nicht weißt wie, habe ich in diesem Artikel ein paar Möglichkeiten beschrieben, die dir helfen könnten.

4. Überarbeite deinen Webauftritt

Kennst du den Spruch „Der Schuster trägt die schlechtesten Schuhe“? Gib’s zu, bei dir sieht das nicht anders aus! Als Designer habe ich prinzipiell nicht nur die höchsten Anforderungen an meine eigene Seite, sondern habe auch prinzipiell keine Zeit sie zu erfüllen. Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen die nervige Sidebar zu durchdenken, dein Portfolio populär zu präsentieren und die seit vier Monaten auf deiner To-Do-Liste vergammelnden Arbeiten an deinem Netzauftritt zu erledigen.

5. Nimm an einem Online Kurs teil

Wenn ich ausgebucht bin, kann ich mir nur die nötigste Zeit für Weiterbildung nehmen. Meistens sieht das dann so aus, dass ich spät abends und sehr (sehr) früh morgens aktuelle Artikel aus den Fachpublikationen inhaliere. Dabei begegnen mir ständig tolle Kurse und Webinare, bei denen ich wirklich gern teilnehmen möchte.

Aktuell läuft zum Beispiel das Google Analytics Bootcamp bei Blog Your Thing  an, dass ich mir gern angeschaut hätte. Jup, manchmal sollte man sich nicht darauf verlassen, dass man alles weiß nur weil man aus der Branche ist. Vorhandenes Wissen auffrischen, eigene Kenntnisse aus einem anderen Blickwinkel betrachten oder komplett Neues erlernen – du brauchst nicht in die Volkshochschule stolpern um dich weiterzubilden, es geht so viel komfortabler!

6. Mach bei einer Challenge mit

Hast du schon einmal bei einer Challenge mitgemacht? Nein? Dann hast du etwas verpasst! Bei einer Challenge stellst du dich vordefinierten Aufgaben zu einem bestimmten Thema. Anders als bei einem Online Kurs ist eine Challenge meistens kostenlos und dauert im Durchschnitt zwischen 7 und 14 Tagen. Nutze diese Angebote um deine Fähigkeiten zu erweitern oder dein Wissen rund ums Online Business auszuweiten.

Katrin Hill bietet beispielsweise eine unglaublich nützliche Facebook Challenge an, bei der du lernst das beste aus deinem Profil und deiner Fanpage herauszuholen. Stöber ein wenig bei Facebook und Instagram und du wirst erstaunt sein, was es dort alles gibt! Und im bereits weiter oben erwähnten Farbcafé gibt es eine Kalligraphie Challenge, der ich selbst verfallen bin.

7. Genieße deine Freizeit

Okay, dieser Tipp ist vielleicht nur was für die ganz harten unter euch 🙂 Aber auch wenn es schwer fällt, schwing dich auf’s Rad und mach eine Tour, irgendwohin wo du neues erleben und sehen kannst. Oder verbringe einen Tag im Spa, das entspannt Körper und den gestressten Geist. Wahlweise kannst du dich auch solange mit Energy Drinks vor ein neues PC Spiel setzen, bis dich die Lust packt zu arbeiten.

Du brauchst solche Zeiten, in denen du dich zwingst etwas für dich zu tun. Als Freelancer kommst du selten dazu, noch seltener wenn du in der Gründungsphase steckst. Wenn du Arbeit dich dann wieder hat, bist du ausgeruht und voller Tatendrang.

Anmerkung: Wenn du sehr oft unter einem Auftragstief leidest, wäre es eventuell sinnvoll mit jemandem über deine Selbstständigkeit zu sprechen. Eventuell gibt es grundlegende Dinge, die du überdenken und verbessern solltest. Je nach Branche gibt es viele gute Coaches, die dich an die Hand nehmen und dir weiterhelfen können. Gerne kannst du mich direkt ansprechen und um Hilfe bitten. Ich bin mir sicher, dass ich jemanden kenne, der perfekt zu dir passen würde. Meine Kontaktdaten findest du hier und was ich für dich tun kann dort.

Wie gehst du mit Zeiten um, in denen du keine Aufträge hast? Kannst du noch einen guten Tipp beisteuern? Dann teile ihn mit mir in den Kommentaren!

Autor: Nadine

Ich bin Nadine, zweifache Mama, Ehefrau und Sushiliebhaberin, lebe an der Ostsee und bin aktuell die einzige Stimme auf Netzapplaus. Als SEO`lerin arbeite ich schon viele Jahre mit Freelancern an ihrem perfekten Netzauftritt. Hier schreibe ich über SEO, SEA und Online Marketing weil es mein absolutes Herzensthema ist.

Ein Gedanke zu „Auftragstief? 6 einfache Ideen für weniger Selbstmitleid und mehr Produktivität“

  1. Das sind sehr sinnvolle Tipps und eigene Erfahrungen, die du da beschreibst! Ich blogge ja nur als Hobby im Moment und selbst ich gestalte mir am Wochenende meine Blogbeiträge im voraus. Das hilft wirklich ungemein, vorallen, wenn man mal viel zu tun hat und nicht all zu sehr zum Bloggen kommt! lg Nadine von NannisWelt

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