8 Sätze die dir zeigen, dass dein Kunde dich nicht bezahlen will

Manchmal kann die Zusammenarbeit mit einem neuen Kunden ganz schön irritierend sein. Gerade versteht man sich noch blendend und redet schon über Details der gewünschten Entwürfe, da schleicht sich so ein komisches Gefühl in die Unterhaltung. Hast du das schon mal erlebt? Wenn plötzlich aus der Vorfreude auf einen neuen Auftrag so eine vorsichtige Skepsis wird?

kunde-bezahlen-pin
Pin it! Für später vielleicht?

In meinen ersten Monaten als Webdesignerin habe ich dieses Gefühl oft nicht ernst genommen. Bis ich irgendwann festgestellt habe, dass es einen Zusammenhang gab zwischen der Art wie die Kunden bereits zu Beginn mit mir sprachen und dem Ende der darauf folgenden Geschäftsbeziehung. Ich hätte mir so viel Ärger ersparen können, wenn ich diese spezielle „Kunden-Sprache“ schon zu Beginn verstanden hätte. Diese Art zu sagen: „Ich werde dich nicht bezahlen, ich suche kostenlose Arbeit.“ Ohne dir das direkt ins Gesicht zu sagen natürlich.

Aber du hattest solche Kunden ganz bestimmt auch schon, oder? Diejenigen, die vor Auftragsvergabe schon erste individuelle Entwürfe sehen wollen. Oder die, die schon im ersten Gespräch nur davon reden, dass sie nicht mit teuren „Agenturen“ arbeiten wollen, weil die ja total überteuerte Preise verlangen. Wie du damit umgehen kannst, wenn der Kunde sagt, dass er deine Fähigkeiten „umsonst“ haben will, dafür hab ich dir schon Tipps gegeben. Woran erkennt man das aber, wenn er nicht so direkt ist? Also bevor du auf einer unbezahlten Rechnung sitzt und der Kunde sich nie wieder meldet?

Hier sind 10 Sätze an denen du erkennst, dass dein Kunde nicht vor hat dich für deine Arbeit zu bezahlen.

1) „Wir haben nur ein kleines Budget, aber es gibt einige Folgeprojekte in der Zukunft.“

Reden Sie von der nahen Zukunft? Oder sprechen Sie von 2030? Sorry, aber diese ominöse Zukunft wird niemals eintreten, das wissen wir beide.

2) „Ich suche jemanden für eine langfristige Zusammenarbeit, da ich aktuell kein hohes Budget habe.“

Diese „langfristige Zusammenarbeit“ endet in der Regel nach dem 30. Logoentwurf, der entweder zu modern oder zu „Wordart 1995“ ist. Spätestens in drei Monaten, wenn das „Startup“ zwar eine komplette Corporate Identity aber keine Kunden besitzt und dein Ansprechpartner wieder bei seinen Eltern einzieht um seine Schulden abzuzahlen.

3) „Das wäre doch eine super Erfahrung für Sie, vor allem da Sie erst kurz selbstständig sind!“

Du bist zwar erst seit drei Monaten als Freelancer unterwegs, bist deswegen aber kein blutiger Anfänger. Und welche Erfahrung soll das bitte schön sein? Danke, aber nein Danke.

4) „Ich würde gern erst mal sehen, was Sie so für Ideen haben.“

In diesem Fall ist es schon sehr deutlich was der „Kunde“ in Wirklichkeit will. Er lässt von vornherein diverse Designer die kreative Arbeit machen und sucht sich aus all den kostenlosen Entwürfen das Beste raus. Sollte es dein Entwurf sein der ihn begeistert wird er dich aber nicht dafür bezahlen, wo denkst du denn hin? Er wandelt es ab und nutzt es einfach so. Wo kämen wir denn hin wenn er dir dich für deine Arbeitszeit entlohnen würde?

5) „Wir sind ein gemeinnütziger Verein und haben gar kein Geld zum Ausgeben.“

Wenn Sie kein Geld haben, was wollen Sie dann von mir? Eine Spende?

6) „Ich vertraue Ihnen. Wir brauchen keinen Vertrag.“

Das heißt so viel wie: „Ich werde ganz sicher vergessen was wir besprochen haben und Sie für Arbeit niemals bezahlen.“. Egal wie das Gesetz aussieht, ein mündlicher Vertrag ist niemals eine gute Option. Nicht einmal, wenn zwanzig Leute diesen bezeugen könnten. Er bedeutet in 98 % der Fälle Ärger, Anwälte und unnütz ausgegebenes Geld. Jeder Auftrag sollte schriftlich dokumentiert sein, genauso wie jede Änderung und Absprache.

7) „Ich könnte das eigentlich auch selbst machen, aber ich hab da gerade keine Lust zu.“

Dieser Satz ist ein eindeutiges Zeichen dafür, dass diese Person deine Arbeit nicht wertzuschätzen weiß. Er wird dir niemals bezahlen, was sie wert ist, wenn er überhaupt etwas zahlt.

8) „Nur ein ganz kleines Projekt. Das dauert maximal eine halbe Stunde, machen wir Festpreis 50 Euro!“

Spätestens nach der 25. Änderung und vier Stunden Arbeit wünschst du den Kunden zum Teufel und realisierst, dass ihr beide wohl gegensätzliche Auffassungen von „kleinen“ Projekten habt.

Autor: Nadine

Ich bin Nadine, zweifache Mama, Ehefrau und Sushiliebhaberin, lebe an der Ostsee und bin aktuell die einzige Stimme auf Netzapplaus. Als SEO`lerin arbeite ich schon viele Jahre mit Freelancern an ihrem perfekten Netzauftritt. Hier schreibe ich über SEO, SEA und Online Marketing weil es mein absolutes Herzensthema ist.

3 Gedanken zu „8 Sätze die dir zeigen, dass dein Kunde dich nicht bezahlen will“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.